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Wissenschaft Suche nach außerirdischem Leben beginnt auf dem Mars

15.07.2002 ·  Wissenschaftler sind sich weitgehend einig, dass es auf dem Mars Leben gegeben hat. Bislang fehlen nur die Beweise.

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Außerirdische sind nach Expertenansicht keine reine Spinnerei von Science-Fiction-Autoren. „Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass es noch irgendwo anders als auf der Erde Leben gibt“, sagte die Astrobiologin Gerda Horneck vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei einer Wissenschaftspressekonferenz (WPK) in Bonn. Die Suche nach Leben in unserem Sonnensystem werde sich in den kommenden Jahren vor allem auf den Mars konzentrieren, sagte Horneck, zu deren Forschungsschwerpunkten die Suche nach Mikroben im Weltall gehört.

Es sein inzwischen nachgewiesen, dass es auf dem Roten Planeten Wasser gab oder sogar noch gibt - möglicherweise unter der Oberfläche. Der Mars sei einst heiß und feucht gewesen und habe für Lebewesen ähnlich günstige Bedingungen geboten wie die Erde. Flüssiges Wasser sei eine Voraussetzung für die Existenz von Leben. Im kommenden Jahr wird der „Esa Mars Express“ zu neuen Erkundungen zum Nachbarplaneten der Erde starten.

Einfaches mikrobisches Leben

Generell vermuten die Wissenschaftler vor allem einfaches mikrobiologisches Leben und keine intelligenten Lebewesen. Bislang gebe es aber noch keine wirklich gesicherten Spuren oder Hinweise auf irgendwelches außerirdisches Leben auf einem anderen Planeten, waren sich die Experten in Bonn einig.

„Bisher forschen wir nur vor unserer Haustür“, sagte Walter Flury vom European Space Operation Center (Esoc) in Darmstadt. Es gebe Milliarden von Galaxien. „Ich glaube schon, dass man dort irgendwo Bedingungen ungefähr wie auf der Erde findet. Das muss fast so sein.“

100 Exoplaneten entdeckt

Flury berichtete von neuen Projekten der Europäischen Weltraumagentur Esa zur Suche nach Leben im All. Bis Anfang Juli seien bereits 100 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems (Exoplaneten) entdeckt worden, berichtete Günther Wuchterl vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching. Dies sei erst die Spitze des Eisbergs.

Wenn es außerirdische Lebewesen gebe, dann seien sie allerdings schon auf Grund der begrenzten technischen Möglichkeiten noch für lange Zeit „außerhalb unserer Reichweite“, betonte Norbert Junkes vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie. Seit 40 Jahren suche man nach künstlichen Radiosignalen, die als gesicherter Hinweis auf eine außerirdische Intelligenz gelten - bislang ohne positives Ergebnis.

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