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Wissenschaft Seit 11.000 Jahren im Bauch zu Hause

 ·  Um dem Bakterium Heliobacter pylori auf die Spur zu kommen, haben amerikanische Forscher die Menschen, in denen es lebt, untersucht.

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Heliobacter pylori ist ein Bakterium, das in vielen menschlichen Mägen lebt und von dem der Mensch meist nicht viel merkt. Es wird jedoch mit der Entstehung von Geschwüren oder Tumoren in der Magenwand in Verbindung gebracht. Martin Blaser und seine Kollegen von der New York University School of Medicine haben sich mit der Stammesgeschichte des Bakteriums befasst.

Die Frage, seit wann das Bakterium den menschlichen Magen besiedelt, haben er und seine Kollegen über Umwege herausbekommen. Sie verfolgten die Wege der Menschen, in deren Mägen es zu Hause ist. Denn von Heliobacter pylori gibt es zwei Bakterienstämme, die sich genetisch unterscheiden, einen westeuropäischen Stamm und einen ostasiatischen.

Westeuropäischer Stamm nach Amerika eingeschleppt

Der westeuropäische Stamm lebt beispielsweise in den Mägen von Kindern eines weißen und eines indianischen Elternteils in Lateinamerika. Das deutet darauf hin, dass das Bakterium vermutlich von den weißen Einwanderern eingeschleppt wurde. Die Frage blieb: Ist das der einzige Weg, auf dem die Bakterien nach Amerika kamen?

Die Forscher konnten die Frage mit Nein beantworten. Weil in venezuelanischen Indianern, die sehr eng mit den eingeborenen Stämmen am Amazonas verwandt sind und deren genetische Disposition sehr ähnlich der Urpopulation vor der Einwanderung Columbus' nach Amerika war das Heim für die ostasiatischen Heliobacter pylori sind. Die Forscher schlossen, dass die Bakterie also mit den über die Bering-See einwandernden Stämmen aus Asien kam. Das ist mindestens 11.000 Jahre her - und so steht fest, dass die Bakterie mindestens seit dieser Zeit in den Mägen der Menschen zu Hause ist.

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