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Wissenschaft Auf Aufholjagd

29.05.2001 ·  Amerika - das Land der unbegrenzten Möglichkeiten war bisher auch in der Forschung führend. Wo steht Deutschland?

Von Cornelia Pretzer
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„Es muss Schluss sein mit dem „brain drain“, sagte Forschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD), und kündigte an, mit zusätzlich 170 Millionen Mark deutsche Forschung zu fördern. Statt Studenten an die Vereinigten Staaten von Amerika zu verlieren, weil man dort studiert oder gearbeitet haben muss, um Karriere zu machen, will sie ausländische Studenten anlocken.

„Wir sollten uns vielleicht mal etwas von den Amerikanern abschauen, die sich ganz unbekümmert hinstellen und sagen 'Wir sind die Besten'“, sagt MP3-Erfinder Karlheinz Brandenburg im FAZ.NET-Interview. Deutsche Forscher seien den Amerikanern an manchen Stellen überlegen, doch die Amerikaner träten selbstsicherer auf. Zu demselben Schluss kommt Till Neunhöffer, Doktorand der Physik.

Der Schritt vom Labor in die Wirtschaft ist in Deutschland jedoch noch schwer. Während allerorten Forschungs- und Innovationspreise vergeben werden, ist der Weg von Studenten, die mit neuen Geschäftsideen ein Unternehmen gründen wollen, noch steinig. Starthilfe sollen Gründerzentren und spezielle Unterstützungen an den Universitäten geben. Gelungenes Beispiel: Martinsried, neues Biotechnologiezentrum nahe München.

Für viele deutsche Firmen ist aber zunächst noch Amerika der Ort, an dem geforscht und entwickelt wird. „Das Klima ist dort anders, die Forschung wird anders unterstützt“, sagt Heinrich Höfer vom BDI. Doch einige Firmen wie beispielsweise die BASF in Ludwigshafen setzen außer auf Internationalität auf Forschung am Hauptstandort.

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