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Wirbelsturm Schicksal tausender Menschen auf den Salomonen ungewiss

Wie verheerend hat Wirbelsturm Zoe wirklich auf den Salomonen-Inseln im Südpazifik gewütet? Ein Flugzeugpilot berichtet von mehr als tausend Opfern.

© dpa Zerstörtes Inselparadies auf der polynesischen Insel Tikopia

Der Wirbelsturm „Zoe“ hat auf drei kleinen Inseln der Solomon-Gruppe im Südpazifik schwere Schäden hinterlassen. Wieviele Menschen starben, ist unklar.

Dass es schwere Verwüstungen gab, geht aus dem Bericht und aus Luftaufnahmen des freien Fotografen und Filmemachers Geoff Mackley hervor, der als erster am Neujahrstag die winzige Inselgruppe in einer privaten Cessna überflog und die Einschätzung der Schäden am Mittwoch auf seiner Internet-Seite (www.geoffmackley.com) veröffentlichte. Mackley vermutet, dass es allein auf der Insel Tikopia, wo rund 2.000 Menschen leben, über Tausend Tote gegeben haben könnte.

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Unklarheit über Opferzahlen

Der Zyklon habe praktisch alle Bäume auf der nur rund fünf Kilometer großen Insel umgeknickt und zerfetzt, die gesamte Vegetation dort sei praktisch weggefegt worden, alle Häuser schienen zerstört zu sein, heißt es in dem Bericht. Flutwellen seien durch einige Orte mit massiver Wucht hindurch gerollt. Wenn die Zahl der Opfer nicht extrem hoch sei, „dann käme dies einem Wunder gleich", berichtete Mackley.

Betroffen von dem Zyklon waren auch die noch kleineren vulkanischen Inseln Fataka und Anuta. Die aus 2.000 Eilanden bestehende Inselgruppe der Solomon Islands liegt rund 1.000 Kilometer südöstlich von der Hauptstadt Honiara und 1.700 Kilometer nordöstlich von Australien. Seit dem Sturm am Sonntag sind alle Telefonverbindungen zu den Inseln abgerissen.

Einwohner wissen sich zu schützen

Auch Vertreter der staatlichen australischen Hilfsorganisation AusAid überflogen die Inseln am Mittwoch in einem Militärflugzeug. Eine Landung war nicht möglich, weil es auf den Inseln keine Landebahnen gibt. Dem Bericht von AusAid zufolge könnten die Schäden auf Tikopia und den anderen beiden Inseln weniger gravierend sein, als zunächst befürchtet.

Es gebe dort traditionelle Schutzvorrichtungen gegen Wirbelstürme, teilte ein AusAid-Sprecher mit. Die Crew habe aus einer Überflughöhe von 500 Metern zwar Zerstörungen an Häusern und Gärten gesehen, aber auch viele Inselbewohner, die ihren üblichen Alltagsbeschäftigungen - Fischen und Gartenarbeit - nachgegangen seien. Einige hätten dem Flugzeug sogar fröhlich zugewinkt. Dies könnte bedeuten, dass die schlimmsten Befürchtungen nicht zutreffend seien. Von Honiara aus soll am Freitag eine Hilfslieferung auf die dreitägige Fahrt per Schiff zu den Inseln abgehen.

Quelle: Reuters

 
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