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Winterwetter : Jetzt wird es richtig kalt

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Winterzauber auf dem Schauinsland im Schwarzwald Bild: AP

Der Winter ist endlich da. Eisglätte und Schnee haben schon am Freitag den Wochenendverkehr behindert. Nun kündigen die Meteorologen minus 20 Grad an.

          Emma“ hat vorgelegt, „Gudrun“ zieht nach: Die beiden Tiefs dürften weiten Teilen Deutschlands auch am Wochenende noch viel Schnee und frostige Temperaturen bescheren. Mit bis zu minus 20 Grad ist Anfang kommender Woche nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu rechnen. In der Nacht zum Freitag wurde in Bayern bereits die bisher kälteste Nacht dieses Winters gemessen: Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, fiel die Temperatur auf minus 17 Grad.

          Schneespaß auf der Wasserkuppe in Hessen Bilderstrecke
          Schneespaß auf der Wasserkuppe in Hessen :

          Die Deutsche Bahn drosselte die Höchstgeschwindigkeit für ICE-Züge am Freitag auf mehreren Strecken auf 200 Kilometer pro Stunde - allerdings nur bis zum Nachmittag, da das Wetter milder wurde als gedacht, wie ein Bahnsprecher sagte. Auf glatten Straßen kam es zu mehreren Unfällen.

          Am Alpenrand und im Bayerischen Wald schneite es, ebenso wie im Harz. Für den Schwarzwald galt eine Unwetterwarnung - dort erwarteten die Meteorologen 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee. Auf dem Kahlen Asten in Nordrhein-Westfalen wurden mehr als 40 Zentimeter Schnee gemessen. Im Thüringer Wald konnten sich Wintersportfans mit Skiern und Schlitten zum ersten Mal in diesem Jahr in der weißen Pracht austoben, mehr als 580 Loipen und Skiwanderwege waren gespurt.

          Ungemütlicher wurde es für die Autofahrer: Auf schneebedeckten Straßen bei Aachen und in der Eifel standen Lastwagen quer, Autos blieben in Schneeverwehungen stecken, es bildeten sich Staus. Ein Lkw durchbrach auf der A45 im Sauerland ein Brückengeländer und drohte in die Tiefe zu stürzen - der Fahrer wurde leicht verletzt, die Autobahn war in Richtung Frankfurt stundenlang gesperrt.

          Auf der A14 bei Magdeburg gab es am Freitagmorgen binnen kurzer Zeit fünf Unfälle wegen Blitzeises. Zeitweise war die A14 auf zwölf Kilometern Länge voll gesperrt. In Rheinland-Pfalz warnte die Polizei vor Eisplatten, die von Lastwagen fallen könnten.

          Auf „Emma“ folgt „Gudrun“

          Auch in Belgien behinderte der Wintereinbruch den Verkehr. Auf der Autobahn Brüssel-Luxemburg blieben laut belgischen Medien zahlreiche Lastwagen liegen. An der Nordseeküste tobte ein Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von 105 Kilometern pro Stunde, wie der Radiosender BRF berichtete. In Lettland starb ein 72-Jähriger, der sich beim Schneeräumen auf seinem Hof zu sehr verausgabt hatte.

          Auf das Tief „Emma“ folgt in Deutschland am Wochenende das Tief „Gudrun“ mit noch mehr Schnee. Allerdings wird es laut DWD am Samstag wohl nicht überall kalt genug, damit er auch liegenbleibt. Danach wird es jedoch noch kälter, die Schneefälle lassen nach, und die Sonne zeigt sich.

          Besonders frostig könnte die Nacht zum Dienstag werden. „Gut möglich, dass örtlich unter minus 20 Grad gemessen werden“, sagte Meteorologe Simon Trippler. Erst am Mittwoch sei Milderung zu erwarten - der Regen könnte die Straßen dann wieder gefährlich glatt machen.

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