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Winter 1,6 Millionen US-Haushalte nach Wintereinbruch ohne Strom

06.12.2002 ·  Mindestens 17 Menschen kamen als Folge des Wintereinbruchs ums Leben, die meisten davon starben bei Verkehrsunfällen.

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Der Winter hat mit heftigen Schneestürmen und eisigem Regen in Teilen der USA Einzug gehalten.

Rund 1,6 Millionen Haushalte von Oklahoma bis nach North und South Carolina im Osten sind oder waren von der Stromversorgung abgeschnitten. In mehreren Staaten blieben die Schulen den zweiten Tag in Folge geschlossen. Mindestens 17 Menschen kamen als Folge des Wintereinbruchs ums Leben, die meisten davon starben bei Verkehrsunfällen. „Überall liegen Wracks“, sagte der Sprecher der Polizei im Bundesstaat Virginia im Rundfunk. „Es wird noch schlimmer werden, bevor sich die Lage bessert.“

Der Regen fror bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Bodennähe innerhalb von Sekunden und machte die Straßen spiegelglatt. Die Behörden sind dafür nicht gerüstet: Eis und Schnee sind in Bundesstaaten wie North und South Carolina äußerst selten. Grund für das winterliche Wetter: Über den südlichen Bundesstaaten stießen eine warme Regenfront aus Südwesten und eine Kaltluftfront aus dem Norden zusammen.

Millionen Kunden stromlos

Die Staaten North und South Carolina waren am schlimmsten betroffen. Wie das Energieunternehmen Duke Power mitteilte, fiel bei 1,2 Millionen seiner Kunden der Strom aus, nachdem sich gefrierender Regen auf den Stromleitungen festgesetzt hatte. „Es ist der schlimmste Eissturm, den wir je gesehen haben“, sagte Manager E.O. Ferrel des Stromversorgers Duke Power. Ein anderes Energieunternehmen meldete Stromausfall in weiteren knapp 470.000 Haushalten und Geschäften.

Die Fluggesellschaften sagten wegen des Wetters zahlreiche Flüge ab. Auf dem Charlotte-Douglas-Flughafen in North Carolina verbrachten etwa 3.000 gestrandete Flugpassagiere die Nacht im Terminal. In der Umgebung der US-Hauptstadt Washington fielen bis zu 25 Zentimeter Schnee. Die meisten Schulen blieben geschlossen.

Washington im Schnee

Weiter im Norden ging der Niederschlag als Schnee nieder. Auch der Großraum Washington, wo die Leute vor einem Jahr um diese Zeit bei Temperaturen um 25 Grad in Straßencafés saßen, lag am Donnerstag unter einer geschlossenen Schneedecke. Die Stadtverwaltungen riefen den Schneenotstand aus. Damit gelten besondere Verkehrsvorschriften. Auf zahlreiche Durchgangsstraßen darf unter Androhung einer Strafe von 250 Dollar (etwa gleich Euro) nicht geparkt werden, um Räum- und Streufahrzeuge nicht zu behindern.

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