Home
http://www.faz.net/-gum-74gfl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wien Eisverkäuferin betoniert zwei Männer in ihrer „Schleckeria“ ein

 ·  Estibaliz C. soll zwei ihrer Männer erschossen, zerstückelt und einbetoniert haben. Die Staatsanwältin nennt die Frau eine „tickende Zeitbombe“.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (6)
© dpa Vergrößern Die Angeklagte vor Gericht – die „Schleckeria“ ist mittlerweile verkauft.

In Wien hat am Montag der Prozess gegen eine Eisverkäuferin begonnen, die binnen zweier Jahre zwei ihrer Männer erschossen, zerstückelt, einbetoniert und im Keller ihres Eissalons abgestellt hat. Die 34 Jahre alte Frau mit spanischer und mexikanischer Staatsangehörigkeit gestand vor Gericht die Taten. Die erste richtete sich gegen einen Deutschen, der schon von ihr geschieden war, aber noch mit ihr in einer Wohnung lebte. Sie habe ihn mit einer 22er Beretta von hinten erschossen, weil er nicht ausgezogen sei und sie weiterhin „niedergemacht“ habe, sagte sie laut Agenturmeldungen. Nach einigen Tagen habe sie den Leichnam – nach einem vergeblichen Verbrennungsversuch – mit einer Kettensäge zerteilt, weil er im Ganzen nicht in eine Tiefkühltruhe passte. Später betonierte sie die Leichenteile ein und stellte sie – mit Hilfe von offenbar ahnungslosen Freunden – im Lagerraum des Eissalons „Schleckeria“ ab.

Ihr nächster Lebensgefährte hatte sich den tödlichen Widerwillen der Frau zugezogen, weil er bei einer gemeinsam besuchten Geselligkeit mit einer anderen Frau geflirtet habe und sich abends der Auseinandersetzung entzogen habe, indem er sich schlafen legte und schnarchte. Des Leichnams entledigte sich die Frau auf ähnliche Weise. Handwerker entdeckten die sterblichen Überreste zufällig. Nach kurzer Flucht wurde Estibaliz C. 2011 gefasst. Ihr Fall erregte dann noch einmal Aufsehen, als sie im Gefängnis ein Kind gebar, das sie von ihrem heutigen Ehemann hat. Staatsanwältin Petra Freh beschrieb die Angeklagte den Geschworenen am Wiener Straflandesgericht als „eiskalte, brandgefährliche Frau“ und „tickende Zeitbombe“. Frau C. widersprach: Ihr jetziger Mann müsse nichts von ihr befürchten, weil er anders als die anderen sei, nämlich „ganz sanft“. „Er würde mich nie in so eine Situation bringen.“

  Weitersagen Kommentieren (48) Merken Drucken
Weitere Empfehlungen
Deutsche Soldatengräber in Istanbul Was das Leiden im Krieg ausmacht

Sie fielen im Ersten Weltkrieg, begraben sind sie in Istanbul: Warum ein Bundeswehr-Oberst dem Schicksal deutscher Soldaten auf dem Friedhof Tarabya nachspürt. Mehr

19.04.2014, 18:28 Uhr | Feuilleton
Oscar Pistorius Der Augenblick, der alles änderte

Oscar Pistorius berichtet vor Gericht von der Nacht, in der er Reeva Steenkamp erschoss. Dabei hat er nichts mehr mit dem strahlenden Star von einst gemein - abermals bricht er zusammen. Mehr

08.04.2014, 16:55 Uhr | Politik
DDR-Soldaten Mein Jahr an der Grenze

Im Grundwehrdienst wurde ich zur Grenze gezogen. Wir sollten die DDR vor dem Feind aus dem Westen schützen. Ich habe ihn nie gesehen. Mehr

09.04.2014, 06:26 Uhr | Politik

19.11.2012, 15:32 Uhr

Weitersagen
 

Herzogin von Cambridge Alle wollen Kates Kleid

Alles, was Kate auf ihrer Australienreise mit Prinz William trägt, wird zum Verkaufsschlager. Jetzt besuchte die Herzogin einen Armeestützpunkt. Warum sie dabei ein Kleid mit blauen Mohnblüten wählte, lesen Sie im Smalltalk. Mehr 26

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden