Home
http://www.faz.net/-gum-74gfl
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 Plus

Wien Eisverkäuferin betoniert zwei Männer in ihrer „Schleckeria“ ein

Estibaliz C. soll zwei ihrer Männer erschossen, zerstückelt und einbetoniert haben. Die Staatsanwältin nennt die Frau eine „tickende Zeitbombe“.

© dpa Vergrößern Die Angeklagte vor Gericht – die „Schleckeria“ ist mittlerweile verkauft.

In Wien hat am Montag der Prozess gegen eine Eisverkäuferin begonnen, die binnen zweier Jahre zwei ihrer Männer erschossen, zerstückelt, einbetoniert und im Keller ihres Eissalons abgestellt hat. Die 34 Jahre alte Frau mit spanischer und mexikanischer Staatsangehörigkeit gestand vor Gericht die Taten. Die erste richtete sich gegen einen Deutschen, der schon von ihr geschieden war, aber noch mit ihr in einer Wohnung lebte. Sie habe ihn mit einer 22er Beretta von hinten erschossen, weil er nicht ausgezogen sei und sie weiterhin „niedergemacht“ habe, sagte sie laut Agenturmeldungen. Nach einigen Tagen habe sie den Leichnam – nach einem vergeblichen Verbrennungsversuch – mit einer Kettensäge zerteilt, weil er im Ganzen nicht in eine Tiefkühltruhe passte. Später betonierte sie die Leichenteile ein und stellte sie – mit Hilfe von offenbar ahnungslosen Freunden – im Lagerraum des Eissalons „Schleckeria“ ab.

Double murder trial in Vienna © dpa Vergrößern Estibaliz C. – eine „tickende Zeitbombe“?

Ihr nächster Lebensgefährte hatte sich den tödlichen Widerwillen der Frau zugezogen, weil er bei einer gemeinsam besuchten Geselligkeit mit einer anderen Frau geflirtet habe und sich abends der Auseinandersetzung entzogen habe, indem er sich schlafen legte und schnarchte. Des Leichnams entledigte sich die Frau auf ähnliche Weise. Handwerker entdeckten die sterblichen Überreste zufällig. Nach kurzer Flucht wurde Estibaliz C. 2011 gefasst. Ihr Fall erregte dann noch einmal Aufsehen, als sie im Gefängnis ein Kind gebar, das sie von ihrem heutigen Ehemann hat. Staatsanwältin Petra Freh beschrieb die Angeklagte den Geschworenen am Wiener Straflandesgericht als „eiskalte, brandgefährliche Frau“ und „tickende Zeitbombe“. Frau C. widersprach: Ihr jetziger Mann müsse nichts von ihr befürchten, weil er anders als die anderen sei, nämlich „ganz sanft“. „Er würde mich nie in so eine Situation bringen.“

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Flugzeugabschuss Kampf um die Wahrheit

Niederländische Fachleute nehmen in der Ostukraine die Opfer des Flugzeugabschusses in Augenschein. Die Leute in der Gegend wollen von Schuld der Separatisten nichts hören. Sie glauben abstrusen Gerüchten und dem russischen Fernsehen. Mehr

21.07.2014, 21:04 Uhr | Politik
Nach Abschuss von MH17 Das Ende eines Fluges

Und keiner will es gewesen sein. Ukrainer, Russen und Separatisten versuchen Beweise dafür anzuführen, dass am Flugzeugabsturz der jeweilige Feind schuld war. Über Propaganda und Provokation. Mehr

18.07.2014, 22:35 Uhr | Politik
Nach dem Abschuss von MH17 Separatisten verweigern Zugang zu Opfern

Internationale Fachleute haben immer noch keinen Zugang zu den sterblichen Überresten der 298 Personen, die bei der Katastrophe ums Leben gekommen sind. Die meisten Leichen aber wurden mittlerweile in einen von Separatisten bewachten Kühlzug gebracht. Mehr

21.07.2014, 08:44 Uhr | Politik

Andrej Pejic Androgyn war gestern

Model Andrej Pejic ist endlich am Ziel, Papst Franziskus überrascht mit Demut beim Dorsch und Boris Becker verscherzt es sich mit Buddhisten – der Smalltalk. Mehr 5

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden