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Wien : Eisverkäuferin betoniert zwei Männer in ihrer „Schleckeria“ ein

Die Angeklagte vor Gericht – die „Schleckeria“ ist mittlerweile verkauft. Bild: dpa

Estibaliz C. soll zwei ihrer Männer erschossen, zerstückelt und einbetoniert haben. Die Staatsanwältin nennt die Frau eine „tickende Zeitbombe“.

          In Wien hat am Montag der Prozess gegen eine Eisverkäuferin begonnen, die binnen zweier Jahre zwei ihrer Männer erschossen, zerstückelt, einbetoniert und im Keller ihres Eissalons abgestellt hat. Die 34 Jahre alte Frau mit spanischer und mexikanischer Staatsangehörigkeit gestand vor Gericht die Taten. Die erste richtete sich gegen einen Deutschen, der schon von ihr geschieden war, aber noch mit ihr in einer Wohnung lebte. Sie habe ihn mit einer 22er Beretta von hinten erschossen, weil er nicht ausgezogen sei und sie weiterhin „niedergemacht“ habe, sagte sie laut Agenturmeldungen. Nach einigen Tagen habe sie den Leichnam – nach einem vergeblichen Verbrennungsversuch – mit einer Kettensäge zerteilt, weil er im Ganzen nicht in eine Tiefkühltruhe passte. Später betonierte sie die Leichenteile ein und stellte sie – mit Hilfe von offenbar ahnungslosen Freunden – im Lagerraum des Eissalons „Schleckeria“ ab.

          Estibaliz C. – eine „tickende Zeitbombe“?
          Estibaliz C. – eine „tickende Zeitbombe“? : Bild: dpa
          Stephan Löwenstein

          Politischer Korrespondent für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Ihr nächster Lebensgefährte hatte sich den tödlichen Widerwillen der Frau zugezogen, weil er bei einer gemeinsam besuchten Geselligkeit mit einer anderen Frau geflirtet habe und sich abends der Auseinandersetzung entzogen habe, indem er sich schlafen legte und schnarchte. Des Leichnams entledigte sich die Frau auf ähnliche Weise. Handwerker entdeckten die sterblichen Überreste zufällig. Nach kurzer Flucht wurde Estibaliz C. 2011 gefasst. Ihr Fall erregte dann noch einmal Aufsehen, als sie im Gefängnis ein Kind gebar, das sie von ihrem heutigen Ehemann hat. Staatsanwältin Petra Freh beschrieb die Angeklagte den Geschworenen am Wiener Straflandesgericht als „eiskalte, brandgefährliche Frau“ und „tickende Zeitbombe“. Frau C. widersprach: Ihr jetziger Mann müsse nichts von ihr befürchten, weil er anders als die anderen sei, nämlich „ganz sanft“. „Er würde mich nie in so eine Situation bringen.“

          Quelle: F.A.Z.

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