22.01.2001 · Die Temperatur auf der Erde steigt und das schneller als bisher vermutet. Ein neuer Bericht kommt zu dem Schluss, dass der Mensch daran schuld ist.
Die Klimaerwärmung bewegt die Gemüter. Die Forscher können sie nicht genau vorhersagen, die Politiker sich nicht für Maßnahmen entscheiden und wie so oft in der Meteorologie steht hinter jeder Computerprognose ein Fragezeichen. Doch mittlerweile mehren sich die Zeichen dafür, dass die Erdatmosphäre sich erwärmt. Und auch die Zeichen dafür, dass der Mensch daran schuld ist.
Das jüngste Dokument, dass diese Beobachtung belegt, ist der Bericht des International Panel on Climate Change (IPCC). Wie seine Vorgänger rechnet er mit einer Erwärmung und hält den Menschen für den Störenfried des Gleichgewichts der Atmosphäre. „Es gibt neue und bessere Beweise, dass der überwiegende Teil der Erwärmung, die in den vergangenen 50 Jahren beobachtet worden ist, menschlichen Aktivitäten zuzuschreiben ist“, heißt es in dem Bericht.
Schnellere Erwärmung als vermutet
Zudem erwarten die Wissenschaftler eine deutlich raschere Erwärmung als bisher vermutet. 1,4 bis 5,6 Grad Celsius könnte es in diesem Jahrhundert wärmer werden. Bislang gingen die Experten von 1 bis 3,5 Grad zwischen 1990 und 2100 aus.
Die 90er Jahre seien sehr wahrscheinlich das wärmste Jahrzehnt und 1998 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1861 gewesen. Weitere Untersuchungen hätten gezeigt, dass auch die Erwärmung im zu Ende gegangenen Jahrhundert vermutlich die höchste in den vergangenen 1.000 Jahren gewesen sei.