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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Wetter macht Geschichte Virtuelles Wetter

02.12.2002 ·  Vielleicht ist es möglich, vermeintliche Wettereffekte zu erzeugen: ein virtuelles Wetter sozusagen.

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Während die Forschung auf dem Gebiet der Wetterbeeinflussung meist von bestimmten äußeren Einflüssen abhängig ist, wäre es vielleicht auch möglich, vermeintliche Wettereffekte zu erzeugen: ein virtuelles Wetter sozusagen. Ein Wetter, das nur auf Basis empfangener Wetterinformationen entsteht. Ganz einfach durch die Manipulation der Parameterdaten globaler oder lokaler meteorologischer Informationssysteme eines potentiellen Gegners.

Eine umweltverträgliche und zudem unaufwendige Variante der Wetterbeeinflussung, die mit großer Sicherheit fehlerhafte operative Entscheidungen eines potentiellen Gegners nach sich zöge.

Nanotechnologie

Die Miniaturisierung technischer Systeme geht inzwischen mit einer solchen Geschwindigkeit vor sich, daß die Schaffung völlig neuer, für das bloße Auge unsichtbarer Welten in greifbarer Nähe scheint. Die Nanotechnologie - der Name leitet sich aus dem griechischen Wort für Zwerg ab - beschäftigt sich mit den Bausteinen der belebten und unbelebten Materie und führt damit die klassischen Fächer Physik, Chemie und Biologie wieder zusammen. Ärzte und Molekularbiologen lernen, die physikalischen Eigenschaften der Materie zu schätzen. Chipentwickler und Physiker schauen sich in der Nanowelt Methoden aus der Natur ab. Einzelne Atome werden in Zukunft gezielt gesteuert zu immer komplexeren Verbänden zusammengefügt. Zur Verdeutlichung: Ein Nano-Strukturelement verhält sich in der Größe zu einem Fußball wie dieser zur Erde. Nicht millionstel, sondern milliardstel Meter messen diese Objekte.

Erst kürzlich vermeldete das amerikanische Computerunternehmen IBM, ihm sei der Bau von Transistoren gelungen, die fünfhundertmal kleiner seien als heutige Transistoren in höchstintegrierten Schaltkreisen. Eine Leistung, mit der die Amerikaner inzwischen nicht mehr allein sind: Auch deutschen Wissenschaftlern von der Technischen Universität Chemnitz ist dieses Kunststück inzwischen gelungen.

Nanotechnologie böte natürlich die Möglichkeit, simuliertes Wetter zu erzeugen. Eine oder mehrere »Wolken« mikroskopisch kleiner, lenkbarer Roboter (Nanobots), die alle miteinander und mit einer größeren Steuereinheit kommunizieren, böten interessante Einsatzmöglichkeiten. Miteinander in Verbindung stehend, frei in der Atmosphäre schwebend und mit dreidimensionaler Navigationsfähigkeit ausgestattet, könnten sie beispielsweise gegnerische optische Sensoren blockieren oder sich so einstellen, daß sie vor feindlichen Überwachungsmethoden Schutz böten. Durchaus vorstellbar wäre auch, daß sich mit ihrer Hilfe elektrische Potentialdifferenzen in der Atmosphäre erzeugen ließen, um so ziel- und zeitgenaue Blitzschläge auszulösen. Auch wenn die einsetzbaren Energiemengen für eine wirksame Angriffswaffe nicht ausreichten, böten sich in vielen Fällen fantastische Einsatzmöglichkeiten bei psychologischen Operationen. Schließlich klingt dies doch wie ein Stück aus einem Horrorfilm.

Wettermachen, ein uralter Traum der Menschheit. Doch ein altes Märchen warnt uns davor, gottgleich agieren zu wollen:

Petrus ließ einen Bauern das Wetter machen. Sonne, Regen, perfekt abgestimmt für eine gute Ernte. Doch alle Ähren waren am Ende leer. Kein Korn! Der Bauer hatte den Wind vergessen...

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