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Wetter in Europa Hitzerekord in Griechenland - Überschwemmungen in England

26.06.2007 ·  Das Wetter in Europa könnte unterschiedlicher nicht sein: Griechenland meldet mit 46 Grad einen Hitzerekord im Juni, mehrere Menschen sind in Südosteuropa an Hitzeschlag gestorben. In England sorgen heftige Regenfälle für Überschwemmungen. In den Fluten starben drei Menschen.

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Eine Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius hat in Griechenland, Rumänien und anderen Ländern Südost-Europas zu zahlreichen Todesfällen geführt. In Griechenland starben am Montag zwei ältere Menschen in den Städten Larissa und Aigio an Hitzschlag, eine 17-Jährige starb auf Kreta, ein 64 Jahre alter Mann in Athen.

In Rumänien kamen sechs weitere Menschen ums Leben - dort hatte es schon zuvor Tote gegeben. Auch in der Türkei und auf Zypern starben Menschen in Folge der Hitze. Aus der Türkei wurden zudem Waldbrände gemeldet. Ab Mittwoch sollen die Temperaturen allerdings auf um die 30 Grad Celsius zurück gehen.

Staatliche griechische Stellen sind am Dienstag und Mittwoch nur vormittags geöffnet, um Bürgern den Gang zu Behörden und Ämtern in der prallen Mittagssonne zu ersparen. Der Juni wird in Griechenland wohl der heißeste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Im ganzen Land wurden klimatisierte Gebäude geöffnet, um vor allem älteren und herzkranken Menschen eine Zuflucht vor der Hitze zu bieten.

Besser nicht waschen

Die Einwohner Athens wurden aufgefordert, die Sonne zu meiden und stromintensive Geräte wie Waschmaschinen nur sparsam einzusetzen. Wegen zunehmender Nutzung von Klimaanlagen drohten nach Behördenangaben Stromausfälle.

In Rumänien sind mittlerweile 25 Menschen infolge der heißen Temperaturen gestorben. Für die Hauptstadt Bukarest sind für Dienstag bis zu 40 Grad Celsius vorhergesagt. Derartiges hat es in der Balkan-Metropole seit 90 Jahren nicht mehr gegeben.

Chaos in England

Heftige Regenfälle und Überschwemmungen haben in Teilen Englands für Chaos gesorgt und mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Besonders schlimm betroffen war die Stadt Sheffield in Yorkshire. In weiten Teilen des Stadtgebiets fiel am Montag der Strom aus, hunderte Menschen saßen nach Feierabend am Arbeitsplatz fest. Die Luftwaffe evakuierte die Menschen mit Hubschraubern. Ein 68 Jahre alter Mann und ein Jugendlicher ertranken in den Fluten.

Die Leiche des Teenagers wurde aus dem Fluss Sheaf geborgen. Augenzeugen hatten die Polizei alarmiert, nachdem der etwa 13 Jahre alte Junge am späten Nachmittag vom Hochwasser weggespült worden war. Der 68-Jährige versuchte am Abend, eine überflutete Straße zu überqueren. Offenbar wurde er vom Wasser fortgerissen, als er aus dem Auto aussteigen wollte.

Im Metallgitter verfangen

Zuvor war bei Hull, etwa 300 Kilometer nördlich von London, ein 28-Jähriger ums Leben gekommen, der seinem Großvater bei der Reinigung eines Abwasserschachts helfen wollte. Er sei ausgerutscht und habe sich mit dem Fuß in einem Metallgitter verfangen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Trotz stundenlanger Bemühungen gelang es den Einsatzkräften nicht, den Mann zu retten.

Meteorologen warnen, innerhalb von 24 Stunden könne es so viel regnen wie sonst in einem ganzen Monat. In Sheffield, rund 270 Kilometer nördlich von London, saßen mehrere hundert Menschen in Büroräumen oder Fabriken fest. Wegen des Hochwassers konnten sie nach Feierabend zunächst nicht den Heimweg antreten.

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