Die Sender der Kirch Gruppe, zu denen auch Pro7 und Sat1 gehören, haben bis auf Weiteres die Ausstrahlung des Werbespots für das Buch "Kraft zum Leben" eingestellt. Gegen 16.30 Uhr ist der Kölner Privatsender RTL dieser Entscheidung gefolgt. Man habe so lange gewartet, bis das Fax der zuständigen Medienanstalt eingegangen sei, so die RTL-Unternehmenssprecherin Ingrid Haas.
Der Justiziar der der Kirch Medien Gruppe, Peter Lück, sagte am Donnerstag gegenüber FAZ.NET, dass die bestehende Rechtslage keinen Grund geboten hätte, die Ausstrahlung seiner Meinung nach einzustellen. Durch die Unterlassung wolle man lediglich einem gerichtlichen Verbot aus dem Wege gehen. Der Medienrat der Landesmedienanstalten tagt am 21. Januar in Berlin und es gilt als wahrscheinlich, dass aus der bereits ausgesprochen Empfehlung, die Werbung nicht mehr auszustrahlen, ein rechtlich verbindliches Verbot wird.
Privatsender halten Verbot für nicht rechtsgültig
Weiter sagte Lück, dass er den Fall als Anlass nehmen wolle, grundsätzlich mit den Medienanstalten über solche Verbote zu diskutieren. Besonders hart griff Lück die Landesmedienanstalten an. Seiner Meinung nach habe er hauptsächlich mit Leuten zu tun, die das Buch noch nicht einmal gelesen hätten.