15.08.2001 · Steve Fossetts sechster Versuch, die Welt in einem Ballon zu umfahren, gerät in Gefahr. Ihm geht der Sauerstoff aus.
Dem US-Ballonfahrer Steve Fossett wird auf seinem Weltumrundungs-Versuch die Luft knapp. Der Sauerstoff-Vorrat reiche schätzungsweise nur noch vier bis fünf Tage,
schrieb der Abenteurer in einer E-Mail an die Bodenkontrolle. Damit ist der Erfolg seiner Weltumrundung ernsthaft in Gefahr.
Denn wegen seiner bisher unerwartet langsamen Fahrt hat Fossett bis zum Mittwochmorgen (MESZ), zehn Tage nach dem Start, noch nicht einmal die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Um drei Uhr Morgens (MESZ) habe sich der Ballon „Solo Spirit“ noch immer rund 1.000 Kilometer vor der Küste Chiles befunden, teilte das Überwachungszentrum in den USA auf seiner Webseite mit. Fahre Fossett weiterhin mit etwa 30 Kilometern pro Stunde, könne er erst in etwa 30 Stunden und damit am Donnerstag über Südamerika sein.
Fossetts müsste niedriger fahren
Der Chef der Bodenkontrolle, Joe Ritchie, zeigte sich wenig glücklich, sollte Fossett der Sauerstoff ausgehen. Zwar könnte er die Fahrt fortsetzen, doch nur deutlich niedrigerer als bisher. Dies verzögere die Reise allerdings weiter, da sich die günstigsten Windströmungen in großer Höhe befänden. Zudem würden die Gefahren, durch Unwetter zur Aufgabe gezwungen zu werden, steigen. Für Fosset ist es mittlerweile der sechste Versuch, als erster Mensch alleine im Ballon den Globus zu umrunden. Nach der Überquerung des Atlantiks steht die Rückreise über den Indischen Ozean zum Ausgangspunkt in Australien auf dem Programm.