25.07.2001 · Mit einer Gen-Datenbank für Wale soll Wilderei verhindert werden. Nur legal getötete Tiere dürfen demnach von Norwegen exportiert werden.
Norwegen will in Kürze den umstrittenen Export von Walprodukten wieder aufnehmen. Gleichzeitig wolle man mit Hilfe einer Gen-Datenbank sicherstellen, dass nur legal getötete Wale gemäß der Fangquote ausgeführt werden, teilte das norwegische Fischereiministerium mit.
Erste Gen-Analysen hätten „sehr ermutigende“ Ergebnisse gebracht. Es werde nur noch wenige Wochen dauern, bis die Datenbank voll einsetzbar sein werde. In der Gen-Datei werden DNA-Proben der Wale gespeichert, die zur Jagd freigegeben sind. Auf diese Weise kann die Herkunft von verkauften Tieren zurück verfolgt werden. Illegaler Walfang soll durch das neue System verhindert werden. Die Walfänger müssen zudem eine Lizenz vorweisen, die ihnen die Vermarktung von Walfleisch und -fett erlaubt.
Trotz Protesten von Umweltschutzorganisationen hatte Norwegen im Januar den Export von Walprodukten unter der Bedingung erlaubt, dass eine Gen-Datenbank zur Kontrolle des Handels eingerichtet wird. Vor acht Jahren erlaubte die norwegische Regierung gegen die Proteste von Tierschützern wieder die begrenzte Jagd auf Finnwale, obwohl diese Tiere unter dem Schutz des Internationalen Walfang-Moratoriums von 1986 stehen. Oslo hat die Vereinbarung allerdings nie unterzeichnet. Norwegen nahm den kommerziellen Fang 1993 wieder auf. Dieses Jahr hat Oslo 549 Wale zur Jagd freigegeben.