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Wale Die Walfänger scheitern zum vierten Mal in Folge

14.10.2004 ·  Japan ist einer der hartnäckigsten Gegner der Wale. Die Walfangnation tötet die bedrohten Tiere offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken. Die Unterstützung für die Japaner war gering.

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Auch im Plenum war Japans Antrag am Donnerstag kein Erfolg beschieden: Der Nördliche Mink- oder Zwergwal wird nicht aus dem Anhang I in den Anhang II herabgestuft, der internationale Handel mit seinem Fleisch bleibt verboten.

Nicht einmal ein Drittel der Stimmen, die nötig gewesen wären, um die Diskussion neu zu eröffnen, bekam die Walfangnation zusammen, was fast schon einer Sensation gleichkam. In manchen Regionen haben sich die Zwergwalbestände in den vergangenen Jahren erholt. Allerdings jagen zur Zeit nur wenige Staaten Wale: Norwegen hatte gegen das Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) Einspruch eingelegt und erlegt die Tiere nach einer selbst festgelegten Quote (2003 betrug sie 711, 647 wurden harpuniert). Japan tötet die Meeressäuger aus "wissenschaftlichen" Gründen, nutzt das Fleisch aber auch kommerziell, was verboten ist.

Die Walfangnationen sind bereits zum vierten Mal auf einer Artenschutzkonferenz gescheitert. In Bangkok wurde auch über einen anderen Wal, den Irawadi-Delphin, abgestimmt: Thailand beantragte erfolgreich, den Säuger vom Anhang II in den Anhang I aufzunehmen, um die Art vor dem Aussterben zu schützen. Von nun an dürfen die Meeresbewohner nicht mehr in kommerziellen Delphinarien gehalten werden.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2004, Nr. 241 / Seite 9
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