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Waldbrände Die Flammen sind kaum zu kontrollieren

 ·  Seit Tagen kämpfen Feuerwehrleute in Kanada und Europa gegen die Flammen an, die durch Hitze und Gewitter noch begünstigt werden. In Kanada, Portugal und Spanien sieht es besonders schlimm aus.

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Die Rekordhitze in Europa hält auch zum Wochenende an. Von London bis Lissabon kletterten die Themrometer am Freitag erneut auf fast vierzig Grad, in weiten Teilen Portugals, Spaniens und Italiens sogar höher. Tausende Feuerwehrleute kämpften in Portugal, Spanien, Frankreich und Italien gegen die seit Tagen wütenden Waldbrände. In Kanada entfachten Blitze Dutzende neuer Brände.

Die Serie verheerender Waldbrände in Portugal reißt nicht ab. Nach einem Anstieg der Temperaturen brachen 25 neue Feuer in verschiedenen Teilen des Landes aus. Die Feuerwehr, die seit fast zwei Wochen pausenlos im Kampf gegen die Waldbrände im Einsatz ist, konnte die meisten Brandherde am Freitag eindämmen. Am Nachmittag brannten Wälder noch an sieben Stellen im Norden und Zentrum des Landes.

Notplan für ärztliche Hilfe

Heiße und trockene Luftmassen aus Spanien hatten die Brandserie in Portugal begünstigt und erschwerten die Löscharbeiten sehr. In einem Dorf bei Guarda kam eine 30-jährige Frau in den Flammen ums Leben. Damit erhöhte sich die Zahl der Toten seit Beginn der Waldbrände auf 15. Ein Notplan des Gesundheitsministeriums soll rasche ärztliche Hilfe für Verletzte sicherstellen. Bei den Waldbränden hatten in den vergangenen sieben Tagen 209 Menschen Rauchvergiftungen erlitten, 111 mußten wegen Verbrennungen und anderen Verletzungen behandelt werden.

In Spanien spitzte sich die Lage am Freitag bei einem Waldbrand auf der kanarischen Insel Hierro zu. Das Feuer breitete sich rasch in Richtung auf ein ökologisch wertvolles Waldgebiet aus. Die Löschmannschaften wurden nach Rundfunkberichten der Flammen nicht Herr und forderten Verstärkung von Gran Canaria an.

Vierzig Hitzetote in Europa

Im Nordosten Spaniens wurden wegen eines Waldbrands 2.500 Menschen in Sicherheit gebracht. Das Feuer war am Donnerstag bei der Ortschaft Maçanet de la Selva in der Nähe der Costa Brava ausgebrochen und drohte, auf besiedeltes Gebiet überzugreifen. Mehrere Siedlungen, ein Campingplatz und eine Ferienkolonie für Schüler wurden geräumt. Die Flammen konnten jedoch gelöscht werden. Niemand wurde verletzt.

Drei Menschen sind in Spanien an den Folgen der Hitze gestorbenn. In der Provinz Cáceres im Südwesten erlagen nach Angaben der Behörden zwei ältere Frauen einem Hitzschlag. In Galicien im Nordwesten des Landes starb ein Landwirt bei der Bestellung seiner Felder. Damit erhöhte sich die Zahl der Hitze-Toten in Spanien seit dem vorigen Wochenende auf 18. In ganz Europa gibt es mittlerweile rund vierzig Hitzetote.

Brände gab es auch in Griechenland. Auf der Insel Euböa versuchten Feuerwehr und freiwillige Helfer, mithilfe von Löschhubschraubern einen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. Am Vormittag bereits hatten zahlreiche kleine Feuer auf dem Peloponnes gebrannt.

Über 1.000 Brände in Kanada

In Italien kämpfen Feuerwehrleute mit Löschflugzeugen gegen Wald- und Buschbrände an der Ligurischen Küste und in der Toskana, die immer wieder neu aufflammten. Am kritischsten sei die Lage nach wie vor beim Küstenort Savona westlich von Genua, wo bereits zahlreiche Häuser evakuiert werden mussten. Zeitweise wurde die Autobahn Genua-Ventimiglia gesperrt. Nach Elba, wo etwa 700 Hektar Wald- und Buschland in Flammen aufgingen, breitete sich das Feuer am Monte Argentario auf der Toskana-Halbinsel Orbetello aus. Die Behörden klagen immer häufiger, die meisten Brände seien von Pyromanen gelegt.

In Kanada haben schwere Gewitter mit 1.500 Blitzen innerhalb von 24 Stunden haben 218 neue Brände in den trockenen Wäldern der kanadischen Provinz British-Columbia verursacht. Damit kämpfen Feuerwehrleute, Soldaten und freiwillige Helfer jetzt bereits an mehr mehr als 1.000 Fronten gegen die vernichtenden Feuerwalzen. Rund um die Rocky-Mountains-Stadt Kamloops stieg die Zahl der Brände auf 428, berichtete die „Globe and Mail“ am Donnerstag (Ortszeit) in ihrer Online-Ausgabe. Für die Nacht sagten Meteorologen weitere Gewitter und heftige Windböen für den am schlimmsten betroffenen Süden von British-Columbia voraus.

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