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Vor dem Amoklauf Cho belästigte Kommilitoninnen

19.04.2007 ·  Cho hat lange vor der Tat zwei Kommilitoninnen belästigt. Die Polizei bat ihn daraufhin, psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen. Daraufhin wurde er in eine Anstalt eingewiesen. Nach seiner Entlassung kümmerte sich niemand mehr um ihn.

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Die Polizei hatte im Vorfeld des schlimmsten Schulmassakers in der Geschichte Amerikas mehrfach Kontakt mit dem späteren Todesschützen Cho Seung-Hui. Im Folgenden einige Informationen zu der Vorgeschichte, die auf Angaben der Universitätsverwaltung von Blacksburg beruhen:

Herbst 2005: Die Leiterin des Anglistik-Instituts an der Technischen Universität Virginia, Lucinda Roy, wendet sich an die für die Hochschule zuständige Polizeidienststelle, weil sie die Texte des Studenten Cho beunruhigend findet. Sie sind voller Gewaltfantasien und obszöner Beschimpfungen.

27. November 2005: Cho belästigt eine Kommilitonin telefonisch und spricht sie auch persönlich an. Die Studentin beschwert sich bei der Polizei über die „Störungen“, zeigt Cho aber nicht an. Sie sagt, sie sei nicht bedroht worden. Beamte sprechen Cho darauf an und überweisen den Fall an die Disziplinarbehörde der Universität.

Wollte Cho sich umbringen?

12. Dezember 2005: Eine zweite Studentin beschwert sich über belästigende SMS-Nachrichten Chos bei der Polizei. Aber auch sie berichtet nicht von konkreten Bedrohungen. Am selben Tag meldet sich ein Mitbewohner Chos bei der Polizei, weil er den Südkoreaner für selbstmordgefährdet hält. Beamte treffen Cho ein weiteres Mal und unterhalten sich lange mit ihm. Sie bitten ihn, einen Therapeuten aufzusuchen. Cho geht freiwillig zur Beratung und wird anschließend vorübergehend in eine psychiatrische Klinik bei Radford im Bundesstaat Virginia eingewiesen. Nach seiner Entlassung kehrt er an die Technische Hochschule zurück. Die Polizei gibt an, von diesem Zeitpunkt an bis zu dem Massaker am Montag keinen Kontakt mehr mit Cho gehabt zu haben.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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