Der Schweizer Extremsportler Ernst Bromeis hat seinen Versuch abgebrochen, den Rhein auf seiner gesamten Länge zu durchschwimmen. Als Grund nannte der selbsternannte „Wasserbotschafter“ am Dienstag Sorge um seine Gesundheit angesichts unerwartet harter Bedingungen. Sein Plan, den Rhein von der Quelle in den Alpen bis zur Mündung bei Hoek van Holland an der Nordsee in 30 Tagen zu durschwimmen, sei „zu optmistisch gewesen“.
Bromeis hatte rund 400 Kilometer der etwa 1230 Kilometer langen Strecke zurückgelegt. Er war am 2. Mai im Tomasee in den Bündner Alpen gestartet. Wegen unerwartet niedriger Wasser- und Außentemperaturen war der 43 Jahre alte Extremschwimmer schon auf den ersten Etappen mehrmals aufs Kajak umgestiegen.
Zudem wurde bekannt, dass Bromeis - anders als zuvor von Sponsoren erklärt - nicht der erste Rhein-Durchschwimmer ist. Schon 1969 hatte das Klaus Pechstein aus Linz am Rhein geschafft, heute 71 Jahre alt. „Ich wusste das nicht, aber ich freue mich für Herrn Pechstein, und ich möchte ihn sehr gern kennenlernen“, sagte Bromeis.
Pechstein verfolgte die Aktion des Schweizers mit Sympathie: „Ich wünsche ihm alles Gute. Für sein großes Vorhaben hätte ich ihm durchaus ein paar Tipps mit auf den Weg geben können.“ Pechstein hatte in 30 Tagesetappen eine Strecke von 1224 Kilometern von Ilanz (Graubünden) bis zur Rheinmündung zurückgelegt.