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Vom Handy verdrängt Die Telefonzelle stirbt langsam

10.06.2008 ·  Weil fast jeder ein Handy hat, rechnen sich viele öffentliche Telefone nicht mehr. Mitte der neunziger Jahre gab es in Deutschland noch mehr als 160.000 Telefonzellen. Heute sind es noch rund 100.000. In den kommenden drei Jahren wird die Telekom weitere 11.000 Häuschen abbauen.

Von Helmut Bünder
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Die gute alte Telefonzelle stirbt langsam aus. In den kommenden drei Jahren will die Deutsche Telekom weitere 11.000 Häuschen abbauen, wie ein Sprecher bestätigte. Das entspricht rund einem Zehntel der in Deutschland noch vorhandenen 101.000 öffentlichen Telefone. Mitte der neunziger Jahre hatte die Telekom begonnen, das Netz auszudünnen. Damals gab es noch mehr als 160.000 Telefonzellen. Weil statistisch gesehen inzwischen jeder Deutsche mindestens ein Handy hat, rechnen sich viele öffentliche Telefone nicht mehr.

Dennoch kann die Telekom sie nicht ohne weiteres komplett demontieren: Sie ist gesetzlich verpflichtet, eine Grundversorgung zu sichern. Im Gegensatz zu Briefkästen oder Postfilialen gibt es dafür aber keine zahlenmäßigen Vorgaben. „Wir bauen keine Telefonzellen gegen den Willen einer Kommune oder der Bundesnetzagentur ab“, sagte Telekom-Sprecher Niels Hafenrichter.

Die Bundesnetzagentur hält die geplante Ausdünnung für unproblematisch. Eine Behördensprecherin wies darauf hin, dass sich die Telekom darüber zuvor mit den kommunalen Spitzenverbänden verständigt hatte. In Absprache mit Städten und Gemeinden werde die Telekom dort wo notwendig die Zellen durch Billigtelefone ersetzen.

Die Netzagentur hatte diese weder beleuchteten noch wettergeschützten „Basistelefone“ 2006 als vollwertige öffentliche Fernsprecheinrichtung anerkannt. Etwa 17.000 davon wurden mittlerweile als Ersatz für unrentable Telefonzellen aufgestellt. Nach Unternehmensangaben kostet die Discount-Variante, die nur mit einer speziellen Telefonkarte benutzt werden kann, etwa 500 Euro. Ein Telefonhäuschen schlägt dagegen mit rund 7500 Euro zu Buche.

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