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Vogelschlag Gefahr in Flughafennähe

16.01.2009 ·  Zwar bemühen sich die Flughafenbetreiber, Vögel von Start- und Landebahnen fernzuhalten, denn die meisten Zusammenstöße passieren in der Nähe der Airports. Dennoch gelingt es nicht, das Problem vollständig zu lösen.

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Zusammenstöße von Vögeln oder Vogelschwärmen mit Flugzeugen geschehen täglich überall auf der Welt. Zwar bemühen sich die Flughafenbetreiber mit verschiedenen Mitteln, die Tiere von Start- und Landebahnen fernzuhalten, denn die meisten Zusammenstöße passieren in der Nähe der Airports. Dennoch gelingt es nicht, das Problem vollständig zu lösen. Weltweit werden die Schäden pro Jahr auf eine Milliarde Dollar geschätzt. Auch in Deutschland gibt es solche Vorfälle Schätzungen zufolge zweimal pro Tag.

Meist sind die Vorfälle harmlos - zumindest in Europa. Nach Angaben der Flugunfalluntersuchungsstelle in Braunschweig spielen Vögel als Ursachen für schwere Unfälle in Deutschland keine wesentliche Rolle. An den Flughäfen werde Vorsorge getroffen. Es gebe dort eine Stelle, die die Vögel beobachte und die Information an die Piloten weiterleite. Zudem melde ein Pilot, der einen Vogelschwarm sieht, „das natürlich sofort an die Fluglotsen weiter“, sagt der Sprecher der Deutschen Flugsicherung (DFS), Axel Raab. Wenn Vögel massenhaft an einem Flughafen aufträten, würden sie vertrieben. Dafür gebe es „einen Flughafenförster, der dann ganz einfach mal mit seinem Gewehr schießt. Und durch den Knall verschwinden dann die Vögel.“

Blechsalat im Triebwerk

Hauptproblem für die Flugzeuge seien größere Vögel. Bei einer Kollision könnten die Schaufelräder am Triebwerk beschädigt werden. „Das kommt dann zu einem richtigen Blechsalat in dem Triebwerk und der wird dann ins Triebwerk gesogen und dadurch wird das Triebwerk beschädigt, so dass es sich entweder ausschaltet oder vom Piloten ausgeschaltet werden muss“, sagte Raab.

Die Braunschweiger Experten ergänzen, dass bereits bei der Konstruktion von Flugzeugen und Triebwerken die Industrie das Risiko berücksichtige. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart (DLR) verfügt seit zwei Jahren über eine Beschussanlage, die den Vogelschlag durch künstliche Vögel simulieren kann.

In Deutschland beschäftigt sich außerdem seit fast 45 Jahren der Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL - www.davvl.de) auf Anregung des Verkehrsministers mit dem Phänomen. Er gibt unter anderem eine Vogelzugvorhersage heraus und verbreitet Vogelzugwarnungen. Ähnliche Institutionen gibt es in den Vereinigten Staaten und Kanada.

„Vogelschlag gehört heutzutage in den USA zu den drei größten Gefahren für die Luftfahrt“, schreibt der DAVVL in einem Internet-Beitrag. Zur Begründung werden zahlreiche Beispiele genannt. Auch wird über schwere Unfälle mit Toten berichtet. Experten kritisieren, dass die Gefahr an vielen Flughäfen in Amerika zwar bekannt sei, aber zu wenig dagegen unternommen werde.

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