Verkehrssicherheit: Todesrisiko im Bus viermal höher als im Zug - Gesellschaft - FAZ
http://www.faz.net/-gum-74zbf

Verkehrssicherheit : Todesrisiko im Bus viermal höher als im Zug

  • Aktualisiert am

Parallelwelten: die Autobahn A3 und die ICE-Strecke bei Weilbach Bild: Claus Setzer

Das Risiko, bei einer Busreise in Deutschland tödlich zu verunglücken, ist etwa viermal höher als bei einer Bahnfahrt. Autofahrer gehen in Deutschland nach einer Studie ein 55-mal höheres Todesrisiko ein.

          Beim Autofahren in Deutschland ist das Risiko zu verunglücken nach Darstellung der Eisenbahn-Lobby mehr als 100 mal so hoch wie beim Bahnfahren. Zwischen 2004 und 2011 sei zudem das Todesrisiko für Insassen eines Autos 55 mal größer gewesen als das Risiko für Bahnreisende, wie aus einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Opferstatistik der Allianz pro Schiene hervorgeht. Das Risiko, bei einer Busreise in Deutschland tödlich zu verunglücken, ist nach der Analyse etwa viermal höher als bei einer Bahnfahrt.

          Das Bündnis Allianz pro Schiene wird von der Bahnbranche finanziert und vereinigt Umwelt- und Verbraucherverbände sowie Automobilclubs und Gewerkschaften.

          Für die Statistik mit Daten des Statistischen Bundesamtes wurden die Zahlen der Opfer und Verletzten bezogen auf die Menge der zurückgelegten Kilometer ausgewertet. Europaweit starben demnach mehr als vier Autoinsassen pro einer Milliarde zurückgelegter Kilometer pro Person („Personenkilometer“). In Deutschland waren es knapp 2,8 Tote auf die gleiche Distanz. Im Vergleich dazu standen europaweit weniger als 0,2 getötete Bahnreisende auf eine Milliarde Kilometer, in Deutschland weniger.

          Der Auto-Club Verkehr (ACV) warnte am Dienstag in Berlin angesichts der seit Jahren sinkenden Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr vor vorschneller Entwarnung. 2011 habe es in
          Deutschland mehr als 4000 Verkehrstote gegeben, in Europa 2010 insgesamt knapp 31.000, erklärte dessen Geschäftsführer Horst Metzler: „Der europaweite Straßenverkehr löscht jedes Jahr eine Kleinstadt aus.“ Gefahrenquellen müssten auch künftig konsequent
          entschärft werden.

          Weitere Themen

          Im Rudel der Rentiere Video-Seite öffnen

          Zivilisation 200 Kilometer weg : Im Rudel der Rentiere

          In den Weiten der mongolischen Taiga bestimmen die Tiere den Rhythmus einer kleinen Gruppe von Menschen. Zur nächsten Straße müssten hier knapp fünf Marathons gelaufen werden. Der Lebensstil ist daher noch sehr traditionell.

          Russisches Militär demonstriert Stärke Video-Seite öffnen

          Vier Raketen aus U-Boot : Russisches Militär demonstriert Stärke

          Bei einer Übung gelang es dem russischen Militär von ihrem Atom-U-Boot „Yuri Dolgoruky“ aus erstmals vier seegestützte Interkontinentalraketen kurz hintereinander abzufeuern. Auf diesem U-Boot sind in der Regel 16 solcher Raketen, die eine Reichweite von rund 8000 Kilometern haben.

          Topmeldungen

          Eng verbunden: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird in Peking vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping begrüßt.

          Merkel in Peking : In Chinas Arme

          Im neuen großen Spiel der Mächte steht Europa ungewohnt einsam da. Gewicht bekommt seine Außenpolitik nur durch Einigkeit. Ein Kommentar.

          Absage an Kim Jong-Un : Spannung und Ungewissheit

          Die Absage des Treffens in Singapur hat auch etwas Gutes: Der Realismus kehrt zurück. Das Regime in Nordkorea hat es nicht auf den Friedensnobelpreis abgesehen, und die Regierung Trump kann noch einmal in sich gehen. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.