28.04.2006 · Möge es helfen: Wer auf der Autobahn seinem Vordermann zu dicht auffährt, muß künftig mit empfindlichen Strafen rechnen. Vom 1. Mai an fallen zahlreiche Bußgelder höher aus als bisher.
Dränglern auf der Autobahn drohen von Montag an deutlich höhere Strafen. Wer zu dicht auffährt, muß bei hohem Tempo mit Bußgeldern bis 250 Euro und dreimonatigem Führerschein-Entzug rechnen. Hinzu kommen vier Punkte in der Flensburger Kartei für Verkehrssünder.
Am 1. Mai treten eine Reihe von Änderungen verkehrsrechtlicher Vorschriften in Kraft. Bisher umfaßten die Höchststrafen 150 Euro und den einmonatigen Verzicht auf die Fahrerlaubnis. Die Bußgeld-Staffel wegen zu geringer Fahrabstände beginnt bei 40 Euro aufwärts und auch erst bei Geschwindigkeiten über 80 Stundenkilometer.
Nur mit den richtigen Reifen
Drastische Sanktionen drohen Autofahrern, die gesperrte Bahnübergänge überqueren, obwohl Blinklichter das Kommen eines Zuges signalisieren. In diesem Fall sind 150 Euro fällig, die Fahrerlaubnis erlischt für einen Monat. Wer sich einen Weg sogar an heruntergelassenen Schranken und Halbschranken vorbei sucht, muß 450 Euro berappen. Das Fahrverbot gilt für ein Quartal.
Ferner umfaßt der Bußgeldkatalog Maßnahmen gegen unzureichende Fahrzeugausrüstungen. Das betrifft die Sichtverhältnisse bei Nebel ebenso wie das Funktionieren der Scheibenwaschanlage und eine für Schnee und Eis nicht geeignete Winterbereifung. Wer wegen solcher Mängel von der Polizei aufgegriffen wird, muß 20 Euro zahlen. Und wer deshalb sogar liegen bleibt und den übrigen Straßenverkehr behindert, ist 40 Euro los und kassiert einen Punkt in Flensburg.