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Vereinigte Staaten Trayvon Martins Todesschütze muss wieder ins Gefängnis

 ·  Seine Freilassung gegen Kaution war sehr umstritten. Doch nun fanden die Behörden einen Grund, den angeklagten Todesschützen des schwarzen Teenagers Trayvon Martin wieder in seine Zelle zurückzubringen.

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Seine Freilassung auf Kaution war in den Vereinigten Staaten umstritten - nun muss der Todesschütze des schwarzen Teenagers Trayvon Martin wieder hinter Gitter. Der Grund: George Zimmerman besitzt mehr Geld als er vor Gericht angab. Nach amerikanischen Medienberichten hat ein Richter in Florida am Freitag (Ortszeit) die Freilassung des 28-Jährigen gegen Kaution aufgehoben.

Selbstverständlich werde sich sein Mandant wie gefordert binnen 48 Stunden bei der Polizei melden, erklärte Zimmermans Anwalt am Samstag dem TV-Sender CNN.

Zimmerman und seine Frau hätten bei einer Anhörung im April gelogen und falsche Angaben über ihre finanziellen Verhältnisse gemacht, so die Staatsanwaltschaft. Seine Frau Shellie hatte ausgesagt, sie befinde sich noch in der Ausbildung und ihr Mann sei arbeitslos. Aufgrund dieser Anhörung wurde damals eine Kaution von 150.000 Dollar festgelegt. Zimmerman bezahlte zehn Prozent davon und kam auf freien Fuß.

Tatsächlich, so die Staatsanwaltschaft, habe der Hobby-Wachmann 135 000 Dollar von Sympathisanten über seine Webseite eingenommen, die er nach dem Vorfall eingerichtet hatte. „Er kann sich nicht zurücklehnen und den Vorteil einer niedrigen Kaution auf der Basis einer Falschaussage genießen“, zitierte der Sender Fox News den Richter, Kenneth Lester.

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft besitzt Zimmerman außerdem einen zweiten Pass, der es ihm möglich mache, jederzeit zu fliehen. In aufgezeichneten Telefongesprächen aus seiner Zelle habe Zimmerman mit seiner Frau einen weiteren Pass erwähnt, der in einem Schließfach liege, erklärte Staatsanwalt Bernie de la Ronda in seinem Antrag an den Richter. Unterdessen habe Zimmerman den Behörden einen Pass ausgehändigt, der im Mai abgelaufen sei.

Zimmerman hatte als Mitglied einer Bürgerwehr im Februar den 17-Jährigen Martin bei einer Sicherheitspatrouille in Sanford in Florida erschossen. Er gab an, in Notwehr gehandelt zu haben und berief sich auf das Gesetz „Stand Your Ground“, das Bedrohten weitreichende Rechte zur Selbstverteidigung einräumt. Martin war unbewaffnet. Die Todesschüsse hatten in den Vereinigten Staaten eine Debatte über Rassismus und Waffenrecht ausgelöst.

Die Polizei hatte erst nach massivem öffentlichen Druck gegen Zimmerman ermittelt. Selbst Präsident Barack Obama hatte sich eingeschaltet.

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