29.01.2004 · Ein Gericht in Los Angeles hat dem Sänger R. Kelly erlaubt, der Grammy-Verleihung beizuwohnen. Allerdings darf er sich dabei nicht Michael Jackson nähern. Kelly wird Kinderpornographie vorgeworfern, Jackson Kindesmißbrauch.
Der wegen Kinderpornographie angeklagte amerikanische Sänger R. Kelly darf einem Gericht zufolge zwar zur diesjährigen Grammy-Verleihung nach Los Angeles reisen, dort aber nicht mit dem ebenfalls unter Verdacht stehenden Popstar Michael Jackson zusammentreffen. Ein Gericht in Chicago habe am Montag beschlossen, daß Kelly die Stadt zur Verleihung der begehrten Musikpreise verlassen dürfe, teilte eine Sprecherin der Anklage am Mittwoch mit. Der Sänger müsse aber spätestens zehn Tage nach der Verleihung am 8. Februar zurück sein und sich von Jackson fernhalten.
Kelly ist mit seinem Stück „Step in the Name of Love“ für den Grammy als bester R&B-Sänger nominiert. Der Musiker steht unter Verdacht, eine sexuelle Beziehung zu einer Minderjährigen unterhalten zu haben. Bei seiner abermaligen Festnahme vor einem Jahr waren bei ihm rund ein Dutzend Fotos mit einer nackten Jugendlichen gefunden worden. R. Kelly war bereits zuvor wegen Konderpornografie angeklagt worden, weil er auf einem Videoband beim Sex mit einem 14jährigen Mädchen zu sehen war. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Er bestreitet die Vorwürfe.
Der Musiker, der für seinen Hit „I believe I can fly“ bereits 1997 mit einem Grammy ausgezeichnet worden war, hat unter anderen mit Michael Jackson und dessen Schwester Janet sowie mit Céline Dion und Toni Braxton zusammengearbeitet. Jackson muß sich derzeit vor Gericht verantworten, weil er einen kleinen Jungen mehrfach sexuell mißbraucht haben soll.