Der Zorn über den untreuen Verbündeten Frankreich hat die republikanische Kongreßabgeordnete Ginny Brown-Waite aus Brooksville in Florida zu einem Gesetzentwurf veranlaßt. Der "American Heroes Repatriation Act 2003" sieht vor, daß Hinterbliebene von amerikanischen Soldaten, die während des Zweiten Weltkrieges bei der Befreiung Europas von der Hitler-Herrschaft gefallen sind, deren Gebeine in die Vereinigten Staaten überführen lassen können. Die Kosten für die Überführung und die Wiederbestattung der sterblichen Überreste in heimischer Erde soll das amerikanische Verteidigungsministerium übernehmen.
Mit der Gesetzesinitiative hat der Konflikt zwischen Amerika und Frankreich seinen Weg aus der amerikanischen Küche, wo man die "French Fries" genannten Pommes frites jetzt lieber "Freedom Fries" (Freiheits-Fritten) heißt und den Konsum von Wein und Käse aus Frankreich einschränkt, in ernstes Terrain gefunden.
Ihren Gesetzentwurf habe sie geschrieben, weil sie in ihrem Wahlkreis von Angehörigen gefallener Soldaten angesprochen worden sei, sagte Brown-Waite. Wie zahlreiche ihrer Landsleute habe sie "nicht den Eindruck, daß die französische Regierung die Opfer zu schätzen weiß, die unsere Männer und Frauen in Uniform zur Verteidigung jener Freiheiten gebracht haben, welche die Franzosen heute selbst genießen". Auf Soldatenfriedhöfen sind allein in Frankreich mehr als 56 000 gefallene amerikanische Soldaten begraben. In ganz Europa sind es mehr als 220 000.