29.09.2004 · Alle bisherigen Übergangs- und Toleranzregelungen sind abgelaufen. Wer in die Vereinigten Staaten einreisen will, wird vom 30. September an erkennungsdienstlich erfaßt.
Deutsche und Reisende aus 26 anderen Ländern müssen sich von Donnerstag an bei der Einreise in die Vereinigten Staaten erkennungsdienstlich erfassen lassen. Darauf hat der Staatssekretär im Heimatschutzministerium, Asa Hutchinson, in Washington verwiesen. Betroffen sind rund 13 Millionen Reisende im Jahr.
Grenzbeamte machen ein Foto und nehmen Fingerabdrücke ab. Die Bilder werden mit Datenbanken abgeglichen, in denen Verbrecher und mutmaßliche Terroristen gespeichert sind. Die neuen Einreisebestimmungen gelten bereits seit Anfang des Jahres, doch waren Reisende aus den 27 Ländern, die kein Visum für die Vereinigten Staaten beantragen müssen, bislang ausgenommen. Diese Ausnahmeregelung wird mit dem 30. September gestrichen. Ebenfalls eine wichtige Änderung: Die Einreise ist künftig nur mit einem maschinenlesbaren Reisepass möglich. Auch Kinder, für die bisherder Eintrag in den Reisepaß der Eltern genügte, brauchen einen eigenen Paß.
Bisher keine Terroristen aufgespürt
„Eine unserer höchsten Prioritäten ist es, daß die Vereinigten Staaten weiterhin ein Land bleiben, daß Besucher willkommen heißt und daß die Reisenden weiterhin zu Geschäftszwecken, zum Studieren oder auf Besuch in die Vereinigten Staaten kommen“, sagte Hutchinson.
Nach seinen Angaben wurden seit Januar an 115 Flughäfen und 14 Seehäfen 8,5 Millionen Ausländer erfaßt. Terroristen wurden nach früheren Angaben damit bislang nicht aufgespürt. 280 Reisende wurden nach Angaben von Hutchinson festgenommen, einige, weil siewegen anderer krimineller Vergehen gesucht wurden, andere, weil sie versuchten, mit gefälschten Visa einzureisen.