31.03.2004 · Damit hat Mel Gibson wohl nicht gerechnet: Sein umstrittener Film „Die Passion Christi“ hilft der Polizei, Gewaltverbrechen aufzuklären. Das bereits in zwei Fällen.
Vom Kino direkt zur Polizeiwache: Erfaßt von Mel Gibsons umstrittenen Film „Die Passion Christi“, hat ein Norweger am Wochenende reumütig zwei Sprengstoffanschläge gestanden.
Auf dem Polizeirevier in Oslo staunte man nicht schlecht als der 41jährige seine Aussage machte. Der Film hätte so starke Schuldgefühle in ihm ausgelöst, daß er die Taten nun gestehen müsse. Der Mann sagte aus, er habe als Neonazi 1994 und 1995 Sprengstoffanschläge auf das Gebäude einer linken Jugendgruppe in Oslo verübt. Da bei den Anschlägen vor zehn Jahren niemand verletzt worden war, ermittelt die Polizei nun wegen Brandstiftung.
Mordgeständnis nach Kinobesuch
Mel Gibsons neuer Streifen scheint eine Wirkung zu zeigen, mit der niemand gerechnet hatte. Bereits Anfang März soll ein junger Mann aus Texas nach dem Kinobesuch den Mord an seiner ehemaligen Freundin gestanden haben.
Nach Angaben des Polizeibeamten Jim Pokluda, sei der 21jährige Dan Leach unmittelbar nach dem Kinobesuch zunächst in eine Kirche gegangen, um sein Verbrechen zu beichten. Danach habe er ein umfassendes Geständnis auf der Polizeistation in Fort Bend County abgelegt.
Leach hatte seine schwangere Ex-Freundin mit einem Seil erdrosselt und die Tat als Selbstmord bezeichnet. Als Motiv für seine Tat habe der 21jährige angegeben, nicht für das Kind aus der gescheiterten Beziehung mit der 19jährigen sorgen zu wollen, sagte Pokluda. Die Frau war am 19. Januar tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden.