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Dienstag, 18. Juni 2013
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Verbrechen Dennis: DNA-Analyse bestätigt Identität

 ·  Am Samstag wurde der schreckliche Verdacht zur Gewissheit: Bei der am Mittwoch gefundenen Kinderleiche handelt es sich um den vermissten Dennis.

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Was sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet hatte, muss nun als gesichert gelten: Der seit Anfang September vermisste Dennis aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck ist ermordet worden. „An der Identität des Neunjährigen gibt es keinen Zweifel mehr“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Der Leichnam des Jungen war am Mittwoch in Kirchtimke bei Zeven gefunden worden. Eine DNA-Analyse hatte seine Identität bestätigt.

Das Kind wurde nach Angaben der Ermittler erstickt. Ein Sexualdelikt erscheint wohl eher wahrscheinlich. Von dem Täter fehlt noch jede Spur. Dennis war am 5. September unter noch immer ungeklärten Umständen aus einem Schullandheim in Wulsbüttel im Kreis Cuxhaven verschwunden. Die Ermittler hatten schon nach wenigen Tagen ein Verbrechen befürchtet. Ein Pilzsammler entdeckte die Leiche des Jungen in einem Gebüsch. Das Kind war nur mit einer Unterhose bekleidet. Der Fundort liegt etwa 40 Kilometer von dem Heim entfernt.

Fahndung unter Hochdruck

Die Polizei werde nun „mit Hochdruck“ die gesicherten Spuren auswerten, sagte der Sprecher. In einer eigens eingerichteten Sonderkommission arbeiten 40 Ermittler. Es würden knapp 300 Hinweise aus der Bevölkerung überprüft.

Außerdem werden auch Fälle von sexuellem Missbrauch in dem Schullandheim aus den Jahren 1995 und 1999 untersucht. Die Opfer der sexuellen Übergriffe waren damals nach Polizeiangaben zwei Jungen „im Alter von Dennis“. Möglicherweise sei der Neunjährige in dem Schullandheim von dem Täter angesprochen worden. Bei der Überprüfung eines der Missbrauchsfälle in Wulsbüttel hatte die Polizei am Donnerstag einen Verdächtigen vorläufig festgenommen. Er kam am Freitag wieder auf freien Fuß. Einen Bezug zum Tod des Kindes hatten die Beamten nicht festgestellt.

Die Ermittler arbeiten eng mit der Sonderkommission „Adelina“ in Bremen zusammen. Die Zehnjährige verschwand vor zwölf Wochen auf dem Weg von ihrem Urgroßvater nach Hause. Auch weitere Verbrechen an Kindern mit ähnlichen Hintergrund sind noch nicht aufgeklärt: 1992 wurde der 13-jährige Stefan ermordet, nachdem er aus einem Internat in Scheeßel gelockt worden war. Drei Jahre später verschwand ein Junge aus einem Zeltlager in der Nähe von Flensburg und wurde ebenfalls ermordet.

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