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Verbraucher Hamburger Sparkasse erstellt Kundenprofile

04.11.2010 ·  Die Hamburger Sparkasse erstellt psychologische Profile ihrer Kunden, um effektiver Versicherungen oder Aktien verkaufen zu können. Die Verbraucherzentrale ist entsetzt und wirft den Bankern vor, sich in die Gehirne der Kunden hineinzuschleimen.

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Die Hamburger Sparkasse (Haspa) erstellt nach Recherchen von NDR Info psychologische Profile ihrer Kunden, um effektiver Versicherungen oder Aktien verkaufen zu können. Dem Bericht zufolge teilt die größte deutsche Sparkasse ihre Kunden in sieben Typen ein, darunter „Bewahrer“, „Hedonisten“ oder „Abenteurer“. Wie aus NDR Info vorliegenden Dokumenten hervorgehe, sollen die Bankberater dadurch gezielter auf die Verbraucher zugehen. Die Kunden der Bank würden über die Einordnung in verschiedene psychologische Profile nicht informiert, hieß es.

Edda Castelló von der Hamburger Verbraucherzentrale ist über das Vorgehen der Haspa entsetzt. „Wenn ich mir die Unterlagen anschaue, dann finde ich das, ehrlich gesagt: ekelhaft.“ Während Verbraucherschützer versuchten, Bankkunden zu rationalen und vernünftigen Entscheidungen zu bewegen, mache die Hamburger Sparkasse das Gegenteil: „Man versucht, indem man sich ins Gehirn hineinschleimt, Vertrauen zu finden und den Verbraucher in einer Weise zu beeinflussen, die nicht in seinem Interesse ist.“

Unklarheit über die zugrundeliegende Datenbasis

Auf welcher Datenbasis die Sparkasse ihre Kunden einordne, sei unklar. Ohne Zustimmung der Kunden ist eine ausführliche Auswertung etwa von Girokonten nicht erlaubt. Außerdem müssten die Kontoinhaber über den Zweck der Auswertung informiert werden.

Die Haspa selbst erklärte auf Anfrage, eine „Einordnung in Schubladen“ finde nicht statt. Eine Sprecherin teilte lediglich mit: „Unsere Berater begleiten ihre Kunden in der Regel über einen langen Zeitraum und kennen sie sehr gut. Dabei werden auch die unterschiedlichen Serviceansprüche und Wünsche der Kunden berücksichtigt.“

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