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Vatikan Papst hat das Krankenhaus verlassen

10.02.2005 ·  Papst Johannes Paul II. hat am Donnerstag das Krankenhaus in Rom verlassen und ist in den Vatikan zurückgekehrt. Er habe den unbedingten Wunsch, bald wieder zu arbeiten, sagte ein Sprecher.

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Papst Johannes Paul II. hat am Donnerstag das Krankenhaus in Rom verlassen und ist in den Vatikan zurückgekehrt. Der 84jährige fuhr sitzend in seinem „Papamobil“ und grüßte vom Auto aus die Menge.

Er war am 1. Februar mit akuter Kehlkopfentzündung und schwerer Atemnot in die Gemelli-Klinik gekommen. Die Entzündung sei geheilt, auch der Allgemeinzustand habe sich verbessert, sagte Vatikan-Sprecher Joaquín Navarro-Valls. Das Oberhaupt der Katholiken habe den unbedingten Wunsch, bald wieder zu arbeiten, sagte der Sprecher. Zuvor hatte der Tübinger Theologe und Vatikan-Kritiker Hans Küng dem Kirchenführer öffentlich den Rückzug aus dem Amt nahe gelegt. Ein solcher Schritt wäre nützlich für die Kirche, sagte Küng im ARD-„Morgenmagazin“.

Navarro-Valls bezeichnete die Stimme Johannes Pauls wieder als „normal“. An weiteren Krankheiten leide das Kirchenoberhaupt nicht. Dies habe eine Computertomographie in den vergangenen beiden Tagen belegt, hieß es. In aller Welt hatten Katholiken für die Gesundung des Papstes gebetet.

Gesten des Papstes reichen aus

Kardinäle der römischen Kurie hatten alle Spekulationen über einen Abtritt zurückgewiesen. Kardinal Ruini, Generalvikar für das Bistum Rom und Präsident der italienischen Bischofskonferenz, sagte, er habe den Papst „in wirklich gutem Zustand“ angetroffen. Der Papst habe am Aschermittwoch die Messe im Krankenhaus gefeiert, sagte der Vatikan-Sprecher Navarro-Valls.

Der italienische Kardinal Re, Präfekt der vatikanischen Bischofskongregation, äußerte, er halte die Spekulationen für „schlechten Geschmack“. Auch Kardinalstaatssekretär Sodano sagte, man müsse die Entscheidung „dem Gewissen des Papstes überlassen“. Der italienische Kurienkardinal Pompedda sagte, es reiche aus, wenn der Papst sein monarchisches Kirchenregiment auch durch Gesten ausübe, er müsse nicht mehr unbedingt sprechen können.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP, dpa, Frankfurter Allgemeine Zeitung
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