13.02.2002 · Die rote Rose ist der Klassiker der Liebesgeschenke zum Valentinstag. Doch auch Alternativen sind gefragt.
Die rote Rose bekommt am Valentinstag zunehmend Konkurrenz von anderen Blumen-Präsenten. Zwar blieben rote Rosen als Symbol für die Liebe weiter der Klassiker, immer stärker würden am 14. Februar aber auch „bunte, leuchtende Frühlingsblumen“ und andersfarbige Rosen gekauft, sagte der Präsident des Blumenversands Fleurop, Ludwig Angeli, am Dienstag in Fulda.
Angeli führt diese Entwicklung auf zwei Tatsachen zurück. Zum einen würden gelbe oder rosafarbene Rosen von vielen Schenkern und auch Beschenkten als „angenehmer, weil etwas weniger aufdringlich“ empfunden. Weiter setze sich seit einigen Jahren der Trend durch, dass nicht nur Verliebte, sondern auch Freunde, Bekannte oder Kollegen sich zum Valentinstag gegenseitig eine Freude machen wollen. Gerade bei ihnen stünden bunte Sträuße hoch im Kurs.
Kassen werden klingeln
Der Fleurop-Chef rechnet fest damit, dass die Kassen am 14. Februar klingeln werden. So liege der Valentinstag in diesem Jahr sehr günstig und gehe nicht in den Karnevalswirren unter. Außerdem biete die Witterung gute Voraussetzungen, „denn es liegt ja nicht meterhoch Schnee“. Während an einem „normalen Tag“ des Jahres etwa 10.000 Fleurop-Aufträge in Deutschland ausgeführt werden, „dürften es am Valentinstag drei bis vier Mal so viel sein“, betonte Angeli.
Bei hoher Nachfrage kein rosiger Preis
Vielerorts müssen sich die Kunden dabei - wenigstens bei den roten Rosen - auf deutliche Preiserhöhungen einrichten, denn Blumenpreise sind Tagespreise und richten sich nach der aktuellen Nachfrage. Auch bei der Kundenstruktur stehen am 14. Februar Veränderungen an: „Im normalen Geschäft ist der Anteil der Frauen unter den Kunden natürlich höher, da sie zum Beispiel für Geburtstagsgeschenke verantwortlich sind, am Valentinstag dagegen sind die Damen in erster Linie Empfänger von Blumengrüßen“, erläuterte der Fleurop-Chef.