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Valentinstag Ein gesundes Herz schlägt für die Liebe

13.02.2002 ·  Herzensangelegenheiten sind das Thema des Valentinstages. Doch auch das Herz selbst sollte vielen eine Herzensangelegenheit sein.

Von Nina Forst
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Die Liebe tut dem Herzen gut, und dies ist durchaus wörtlich zu verstehen. Zum Valentinstag am 14. Februar verweist die World Heart Federation (Welt-Herz-Verband) auf Studien zur Entstehung von Herzkrankheiten mit guten Nachrichten für die Liebenden: Zuneigung hilft, gesund zu bleiben und fördert die Herzfunktion.

„Die Forschung hat gezeigt, dass Zuneigung und Freundlichkeit in unserm Leben durch ihren positiven Einfluss auf das Immunsystem und das Herz die Gesundheit steigern“, schreibt der Verband. Eine liebevolle Atmosphäre unter Partnern, Freunden oder in der Familie reduziere Stress, Depressionen und Ängste und damit die anerkanntermaßen höchsten psychologischen Risikofaktoren für Herzkrankheiten.

Harter Fakt: Liebe hilft nach Herzinfarkt

Franz Theisen vom wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung bestätigt die Angaben: „Es gibt harte wissenschaftliche Fakten, die darauf hinweisen, dass Liebe - wenn sie für positive soziale Kontakte steht - zu einem besseren Überleben nach einem Herzinfarkt führt.“ Auch bei der Vorbeugung sei ein intaktes Sozialgefüge extrem wichtig.

In Deutschland erleiden jedes Jahr etwa 280.000 Menschen einen Herzinfarkt. Dabei kommt es zum Verschluss oder einer hochgradigen Einengung einer oder mehrerer Herzkranzarterien. Bei etwa 35 Prozent der Betroffenen führt der Herzinfarkt zum Tod. Neben Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes mellitus könne auch Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress Herzgefäßkrankheiten auslösen, erklärt Theisen.

Partnerschaftsprobleme sind negativer Stress

Negativer Stress - und dazu zählten auch Probleme in der Partnerschaft - belaste den Körper auf Dauer so stark, dass sich das Risiko zu erkranken, erhöht, sagt Theisen. Was aber nicht bedeute, „dass man die Harmoniesoße in der Partnerschaft ausgießen muss“. Sich liebende Menschen sollten vielmehr darauf achten, ihre Streitigkeiten oder Konflikte auszutragen. „Tödlich sind unausgesprochene Probleme“, sagt der Internist und Kardiologe an der Herzklinik Lauterbacher Mühle am bayerischen Ostersee.

Der Zusammenhang von Liebe und der Gesundheit des Herzens ist auch für die Psychotherapeutin und Leiterin der Herzklinik Lauterbacher Mühle, Ortrud Grön, ganz offensichtlich. „Meiner Ansicht nach muss man den Satz 'Ich soll den anderen lieben wie mich selbst' allerdings umdrehen, wenn man ihn auf Herzpatienten beziehen will.“ Herzpatienten sollten verinnerlichen, dass es ihnen meist an der Liebe zu sich selbst fehle. „Die Praxis zeigt, dass sie sich oft zu sehr aufopfern“, sagt Grön. Viele, die am Herzen erkrankten, seien so daran orientiert, Verantwortung zu übernehmen, dass sie einfach vergessen würden, sich selbst Freiräume zu schaffen.

Wege Stress zu reduzieren

Um Herzerkrankungen vorzubeugen, rät die World Heart Federation vor allem, Stress zu reduzieren, indem man Zeit zum Entspannen findet und damit auch für einen ruhigen Schlaf sorge. Positiv wirke sich auch eine gesunde Ernährung mit Gemüse und Getreide, wenig Alkohol und einer geringen Menge an gesättigten Fetten und Cholesterin aus.

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