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Montag, 13. Februar 2012
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Unwetter auf den Philippinen „Die Straßen sind übersät mit Toten“

03.12.2004 ·  Es fehlt an Nahrungsmitteln, trockenen Quartieren und Impfungen: Im Norden der Philippinen ist die Lage nach dem Abzug des Taifuns „Nanmadol“ noch immer dramatisch.

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Nach den schweren Unwettern auf den Philippinen steigt die Zahl der Opfer weiter. Mehr als 1.000 Menschen sind tot oder werden vermißt. Am Donnerstag hat ein weiterer Tropensturm den Inselstaat heimgesucht.

Nach Angaben der Behörden vom Freitag sind bereits mehr als 780 Menschen in den Unwettern umgekommen. Fast 400 Menschen werden demnach noch vermißt.

Mehr als 160.000 Menschen versuchten, den Überschwemmungen durch den Taifun „Nanmadol“ zu entkommen, viele flüchteten sich in Notquartiere oder höhergelegene Gegenden. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 185 Stundenkilometern und heftigen Regenfällen tobte der Sturm über das Land.

Sturm nimmt Kurs auf Taiwan

„Nanmadol“ drehte nach Angaben von Meteorologen inzwischen nach Norden ab. Er wird am Samstag in Taiwan erwartet.

Für die Philippinen sei das Schlimmste nun vorbei, sagte Wetterfachmann Prisco Nilo. Militär, Polizei und Hilfsorganisation begannen umgehend, Nahrungsmittel und andere dringend benötigte Dinge in die von den Unwettern verwüsteten Regionen zu bringen. Wegen „Nanmadol“ mußte auch die Rettungs- und Hilfsaktionen in der schwer betroffenen Provinz Quezon zeitweilig unterbrochen werden. Dort allein wurden bis zum Freitag 688 Leichen geborgen.

Keine Schiffsverbindungen, keine Flüge

Für die Rettungsteams war es schwer, zu den betroffenen Orten zu gelangen, da die Straßen durch Schlamm, umgefallene Bäume und Geröll versperrt waren.

Wegen des nächsten Tropensturms wurden am Donnerstag auf der nördlichen Hauptinsel Luzon zahlreiche Schulen geschlossen, 50 Flüge wurden gestrichen. In den Provinzen Catanduanes und Albay fiel der Strom aus. Tausende von Fährpassagieren saßen im Osten des Landes fest, weil die Schiffe ebenfalls den Betrieb einstellten.

Die Nahrungsmittel werden knapp

In dem von den Unwettern besonders schwer getroffenen Ort Real in der Provinz Quezon wurden unterdessen die Nahrungsmittel knapp. „Es gibt fast nichts mehr zu essen, die Vorräte sind aufgebraucht“, sagte Mario Naniola, Leiter einer Gruppe von freiwilligen Helfern. „So viele Menschen sind von ihrem Zuhause geflüchtet, die Straßen sind übersät mit Toten. Es ist ein schrecklicher Anblick.“

Der philippinische Gesundheitsminister Manuel Dayrit rief die Menschen in der Katastrophenregion auf, die Toten so schnell wie möglich zu beerdigen, um den Ausbruch von Seuchen vorzubeugen. Die verwesenden Körper könnten Epidemien auslösen, warnte er.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, Reuters
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