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Reaktionen auf United Airlines : „Der Kapitän hat das ,Keine Passagiere‘-Zeichen eingeschaltet“

United Airlines hat einen Passagier gewaltsam aus einem Flugzeug entfernen lassen, weil dieses überbucht war. Bild: AP

Schreiend wird ein Mann aus einem Flugzeug geschleift, weil es überbucht war. Das Video ging durchs Netz. Zwar hat sich United Airlines  entschuldigt, doch auf Twitter macht man schon Vorschläge für neue Firmenmottos.

          Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines hat einen Passagier gewaltsam aus der Kabine entfernen lassen, weil das Flugzeug überbucht war. Der Vorstandsvorsitzende von United, Oscar Munoz, entschuldigte sich für den Vorfall vom Sonntag. „Das ist ein Vorfall, der uns bei United alle ärgert“, sagte er laut Mitteilung vom Montag. Das Unternehmen werde sich an den betroffenen Passagier wenden. Doch seine Erklärung, zunächst auf Twitter, später in einem längeren Statement zum Vorfall, rief weitere Empörung hervor.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          In seinem Tweet entschuldigte sich Munoz dafür, dass man den Passagier habe „umplatzieren“ müssen.

          In einem Schreiben an die Angestellten von United Airlines, aus dem die amerikanische Nachrichtenseite „Business Insider“ zitiert, schreibt der Vorstandsvorsitzende: „Unsere Angestellten haben sich an die Abläufe gehalten, die etabliert wurden, um mit solchen Situationen umzugehen.“ Er stehe hinter all seinen Angestellten, schreibt Munoz und fügt am Ende des Statements hinzu: “Unsere Kunden und uns gegenseitig mit Respekt und Würde zu behandeln, ist einer der Grundpfeiler unseres Unternehmens. Daran sollten wir uns immer halten, egal wie herausfordernd die Situation ist.“ 

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          In Amerika ließen die ersten Reaktionen auf dieses Statement nicht lang auf sich warten. Der Moderator Jimmy Kimmel nahm den Vorfall im Eröffnungsmonolog seiner Late-Night-Show am Montagabend auseinander. „Ich war noch nie in einem Sportstadium, das überbucht wurde, aber aus irgendwelchen Gründen, bekommen Fluggesellschaften das nicht hin“, spottete Kimmel. Auf den Tweet des Vorstandsvorsitzenden bezogen, sagte der Moderator: „Er schreibt umplatzieren - meint er damit, das gleiche Vorgehen, mit dem wir El Chapo aus Mexiko “umplatziert“ haben?“

          Und auch auf Twitter spottet man gegen United Airlines. Unter dem Hashtag wurden Bilder des Films „Fight Club“ geteilt und neue Vorschläge für das Firmenmotto gemacht, wie „United Airlines, wenn wir schon nicht unsere Konkurrenz schlagen können, dann immerhin unsere Kunden.“

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