http://www.faz.net/-gum-92svw

Böen bis 220 Stundenkilometer : Alarmstufe rot in Irland wegen Hurrikan „Ophelia“

  • Aktualisiert am

Satellitenbild von Hurrikan „Ophelia“ Bild: AFP

„Ophelia“ ist der östlichste Hurrikan im Atlantik seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und nimmt Kurs auf Irland. Für mehrere Landkreise im Westen der Insel wurde die Alarmstufe rot ausgerufen.

          Mit einer ungewöhnlich weit im Osten des Atlantiks verlaufenden Route ist der Wirbelsturm „Ophelia“ am Sonntag weiter in Richtung Irland gezogen. Obwohl sich der Hurrikan der Kategorie drei bei seiner Ankunft in Irland zu einem Sturmtief abschwächen sollte, wurde für mehrere Landkreise im Westen der Insel die Alarmstufe rot ausgerufen, wie der irische Wetterdienst mitteilte. Bewohner der betroffenen Regionen wurden aufgefordert, „sich zu schützen“.

          Meteorologen erwarten für Montag und Dienstag in Teilen Großbritanniens und Irlands stürmisches Wetter mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 130 Stundenkilometern. Wetterdienste warnten vor umherfliegenden Trümmerteilen, Überschwemmungen und Stromausfällen. Zug- und Fährverbindungen könnten unterbrochen werden, hieß es in einer Warnung für Nordirland. Betroffen sind vor allem der Westen Irlands sowie der Norden und Westen des Vereinigten Königreichs.

          Der Hurrikan-Experte Philip Klotzbach von der Colorado State University, erklärte, „Ophelia“ sei der östlichste Atlantik-Wirbelsturm seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Als Hurrikan der Kategorie drei passierte „Ophelia“ am Samstag mit Spitzenböen bis 220 Stundenkilometern die Azoren.

          Der Ex-Hurrikan „Ophelia“ trifft derzeit auf die Küste Irlands.

          Auch am Sonntag wies „Ophelia“ Eigenschaften tropischer Wirbelstürme auf und habe zum Beispiel einen warmen Kern, hieß es vom DWD. Am Dienstag werde das Windfeld voraussichtlich auch den Norden Deutschlands beeinflussen – Sturmböen seien dann an der Nordsee und auf höheren Berggipfeln nicht auszuschließen. „Es dürfte aber nicht mehr als im Herbst üblich werden“, sagte DWD-Experte Ruppert. Bis dahin beschert Hoch „Tanja“ vor allem der Mitte und dem Süden Deutschlands weiter viel Sonne und Temperaturen über 26 Grad.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.