http://www.faz.net/-gum-8ywx4

Waldbrand in Portugal : Viele verbrannten in ihren Autos

  • Aktualisiert am

Über 600 Feuerwehrleute sind im Einsatz Bild: dpa

Mehr als 50 Menschen sind bei einem verheerenden Waldbrand in Portugal gestorben. Brände haben mehrere Dörfer eingekesselt. Auf der Flucht vor dem Feuer wurden viele Autofahrer von den Flammen eingeholt.

          Beim schlimmsten Waldbrand in Portugal seit Jahrzehnten sind im Zentrum des Landes mindestens 57 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die portugiesische Regierung am Sonntag mit. Viele Opfer starben auf der Flucht vor dem Brand in ihren Autos, als das Feuer ihnen den Weg abschnitt.

          18 Verletzte werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, wie der Staatssekretär im Innenministerium, Jorge Gomes, am Sonntag in Lissabon mitteilte. Fünf Menschen, darunter vier Feuerwehrmänner, seien schwer verletzt, hieß es.

          Die vor allem im Kreis Pedrógão Grande, knapp 200 Kilometer nordöstlich der portugiesischen Hauptstadt, wütenden Flammen wurden am Sonntag nach Angaben des Zivilschutzes von fast 700 Feuerwehrmännern mit mehr als 200 Fahrzeugen und zwei Löschflugzeugen bekämpft. Das Feuer war am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen.

          Feuerwand in Pedrógão Grande Bilderstrecke
          Feuerwand in Pedrógão Grande :

          Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa war in der Nacht zur Unglücksstelle geflogen und sprach dort von einer „beispiellosen Situation“. Der sozialistische Ministerpräsident António Costa, der die Entwicklung die gesamte Nacht von der Zentrale des Zivilschutzes in Carnaxide bei Lissabon aus verfolgte, sagte, er sei vom „Ausmaß der Tragödie schockiert“.

          Die Lage in der Nacht stellte sich nach Behördenangaben besorgniserregend dar. Es gebe einige Dörfer, die „von den Flammen völlig eingekesselt“ seien, hatte in der Nacht der Bürgermeister von Pedrógão Grande, Valdemar Alves, der Zeitung „Público“ gesagt.

          Nach Angaben des Innenministeriums waren 18 der später tot geborgenen Menschen mit ihren Fahrzeugen unterwegs, als die Flammen sie plötzlich einschlossen. Sie waren auf der Flucht vor dem Feuer. Drei Opfer seien nach ersten Erkenntnissen in der Nähe eines Friedhofes an Rauchvergiftungen gestorben.

          Naturgewalt : Viele Tote bei Waldbrand in Portugal

          Quelle: peer./phi./dpa/AFP

          Topmeldungen

          Toronto vom Wasser aus betrachtet - auf der Seite will Google die „smart City“ bauen.

          „Smart City“ : Hier baut Google die intelligente Stadt

          Viele Roboter, wenige Autos und Müll und Pakete werden unterirdisch transportiert: Der Technologiekonzern Alphabet hat sich eine Metropole für sein nächstes großes Projekt ausgesucht. Darum geht es.
          Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy kann im Katalonien-Konflikt auf die Unterstützung aus der Opposition hoffen.

          Konflikt in Spanien : Selten harmonisch

          Von der Minderheitsregierung zur gefühlten großen Koalition: Die Katalonien-Krise eint die Parteien in Madrid. Sie wollen die Wahl eines neuen Regionalparlaments in Katalonien.
          Eine Fliege auf einem Grashalm bei Burgdorf in der Region Hannover.

          Kommentar zum Insektensterben : Sommer ohne Surren

          Das große Insektensterben zeigt: Die Industrialisierung der Landwirtschaft muss intelligenter weitergehen, als sie begonnen hat. Und vor allem auch nicht naiv.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.