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Kurz vor Apec-Gipfel : Mehr als 89 Tote nach Taifun in Vietnam

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Auch in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi führte „Damrey“ zu Überschwemmungen. Bild: dpa

Durch Taifun „Damrey“ werden mindestens 89 Menschen getötet. Auch Danang, wo in zwei Tagen der Apec-Gipfel beginnen soll, wurde von dem Unwetter schwer getroffen.

          Durch schwere Überschwemmungen nach Taifun „Damrey“ in Vietnam sind mindestens 89 Menschen ums Leben gekommen. 18 Menschen würden weiterhin vermisst, 174 durch den Wirbelsturm verletzt, teilten die Behörden am Dienstag mit. Sie warnten zugleich vor weiterhin starkem Regen, der sich erst am Donnerstag abschwächen soll. In Vietnam herrscht Sorge, dass Dämme brechen könnten, da Stauseen überfüllt sind.

          Bereits zuvor hatten die Behörden von einem der schlimmsten Unwetter der jüngeren Geschichte gesprochen. Besonders betroffen waren die Mitte des Landes und die südliche Küstenprovinz Khanh Hoa. Allein dort wurden 37 Tote gemeldet, wie das Nationale Komitee für Rettungs- und Sucharbeiten mitteilte. „Damrey“ wird nach Angaben der Meteorologen abgeschwächt nach Kambodscha weiterziehen. Die Regierung mobilisierte 16 000 Soldaten, um bei der Suche nach Vermissten und der Rettung von Verletzten zu helfen.

          Der Taifun war am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 135 Stundenkilometern auf Land getroffen, seitdem regnet es heftig. „Damrey“ beschädigte nach Behördenangaben 121 000 Häuser und tötete nahezu 10 000 Nutztiere. Zehn Frachtschiffe und fast 1300 Fischerboote seien gesunken. Zudem gibt es Stromausfälle, weil starke Winde Leitungen gekappt haben. Insgesamt 40 000 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.

          „Damney“ beeinträchtigt Apec-Gipfel

          Die Altstadt von Hoi An, die als Weltkulturerbe der Unesco gelistet ist, wurde überflutet. Mehr als die Hälfte der bis zu 600 Jahre alten Häuser standen am Montag bis zu vier Meter unter Wasser, auch am Dienstag stand das Wasser noch bei eineinhalb Metern. Da Straßen überflutet sind, sitzen Tausende Touristen in der Gegend fest. Auch die alte Kaiserstadt Hue wurde überflutet.

          Hoi An zählt zum Besuchsprogramm des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec), der am Mittwoch im nahe gelegenen Danang beginnt. Dort warnten die Behörden vor Überschwemmungen und Erdrutschen. Das Unwetter könnte somit die Anreise der Staats- und Regierungschefs beeinträchtigen. An dem Treffen nehmen unter anderem der amerikanische Präsident Donald Trump, Chinas Staatschef Xi Jingping und der russische Präsident Wladimir Putin teil. Die Ehepartner der Staats- und Regierungschefs sollten Hoi An besuchen, wegen der Sturmfolgen könnte der Termin aber abgesagt werden. Danang blieb dagegen weitgehend vom Taifun verschont, es gab keine schweren Überschwemmungen.

          Vietnam wurde in diesem Jahr bereits von einer Serie starker Stürme getroffen. Mindestens 240 Menschen wurden seit Beginn des Jahres aufgrund von Überschwemmungen und Erdrutschen als vermisst gemeldet oder getötet.

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