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Umstürzender Baum : Frau bei Unwetter in Nordrhein-Westfalen tödlich verletzt

  • Aktualisiert am

Feuerwehrleute räumen am Mittwoch in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) eine Straße, auf die Teile eines Baumes gefallen waren. Bild: dpa

Straßen stehen unter Wasser, Keller laufen voll. Die Feuerwehr rückt bei einem Unwetter am Mittwochabend fast im Minutentakt aus. In Dortmund tötet ein umfallender Baum eine Frau. Auch in anderen Bundesländern toben Unwetter.

          Bei dem Unwetter über Nordrhein-Westfalen ist mindestens ein Mensch tödlich verletzt worden. Eine 51-jährige Frau, die in Dortmund von einem umstürzenden Baum getroffen worden war, erlag am Mittwochabend in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, wie die Polizei am Donnerstag bestätigte. Das Unglück habe sich im Garten des Hauses ereignet, in dem gerade auch Nachbarn zu Gast gewesen seien. Die Polizei geht davon aus, dass der Baum durch das Unwetter mit Gewitter, Wind und Regen umfiel und die Frau unter sich begrub. Der WDR berichtete über den Tod der zunächst lebensgefährlich verletzten Frau.

          Über dem Westen und Süden Deutschlands haben bis in den Mittwochabend hinein heftige Gewitter getobt. Allein in Köln rückte die Feuerwehr zu rund 550 Einsätzen aus. Straßen waren überflutet, Keller standen unter Wasser, im Flug- und Bahnverkehr kam es zu Verspätungen. In Köln standen viele Unterführungen und Straßenzüge unter Wasser. Im Hauptbahnhof lief Wasser in Teile der Bahnhofshalle. Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen. Die Düsseldorfer Rheinkirmes stand nach einer Unwetterwarnung für etwa zwei Stunden still. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer von einem Baum verletzt, der durch den heftigen Wind abgebrochen war.

          Eine Unwetterfront mit Blitzen, Starkregen und Sturmböen zieht am Mittwoch über Windräder bei Sehnde in der Region Hannover hinweg.
          Eine Unwetterfront mit Blitzen, Starkregen und Sturmböen zieht am Mittwoch über Windräder bei Sehnde in der Region Hannover hinweg. : Bild: dpa

          Am Mittwochabend beruhigte sich die Lage wieder. Über dem Rheinland gab es am Donnerstagmorgen abermals ein Gewitter, ein breites Regenband zog über Nordrhein-Westfalen. Der Bahnverkehr kam nach Störungen von Mittwochabend wieder in den Takt. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es in der Nacht zu Donnerstag keine Störungen, der Verkehr lief normal.

          Auch in Hamburg und Schleswig-Holstein haben Sturm und Starkregen die Feuerwehren in Atem gehalten. Besonders stark betroffen war die Stadt Marne im Kreis Dithmarschen. Die Feuerwehr rückte am Mittwochabend etwa 30 mal aus. Zahlreiche Straßen und Keller wurden überflutet, wie die Rettungsleitstelle West am Donnerstag mitteilte. Es hatte so viel geregnet, dass die Wassermassen nicht sofort abfließen konnten.

          Auch Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg betroffen

          In Hamburg zerstörte ein Feuer das Dachgeschoss eines Einfamilienhauses, nachdem das Gebäude von einem Blitz getroffen wurde. Verletzt wurde niemand. Die Schadenshöhe stand zunächst nicht fest. Insgesamt rückte die Feuerwehr in Hamburg 22 Mal aus. Grund dafür waren Blitzschläge, vollgelaufene Keller und Äste auf den Straßen.

          Ein Fahrradfahrer und Autos fahren am Mittwoch bei einem Unwetter mit Starkregen auf einer Straße in Hannover.
          Ein Fahrradfahrer und Autos fahren am Mittwoch bei einem Unwetter mit Starkregen auf einer Straße in Hannover. : Bild: dpa

          Auch in Niedersachsen, Hessen und Baden-Württemberg gab es Unwetter. Bei Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) kam es am Mittwochabend auf der Autobahn 81  zu sieben Unfällen durch Aquaplaning. In Niedersachsen entstanden in der Nacht entstanden nach Blitzeinschlägen in vielen Regionen mehrere Brände.

          Das Wetter soll sich nach einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes im Laufe des Tages weiter entspannen, nur noch vereinzelt kann es zu Gewittern kommen. Der Regen lasse nach.

          Quelle: dpa

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