http://www.faz.net/-gum-p733

Unwetter : Hurrikan "Ivan" verwüstet Grenada

  • Aktualisiert am

Blick aus dem All auf Hurrikan Ivan Bild: dpa/dpaweb

Hurrikan "Ivan" ist über die Karibikinsel Grenada gefegt: Plantagen sind zerstört, die Einwohner haben weder Strom noch Wasser. 24 Personen sollen ums Leben gekommen sein.

          Im Hurrikan "Ivan" sind auf der Karibikinsel Grenada vermutlich 24 Personen ums Leben gekommen. Das meldete die karibische Nachrichtenagentur CMC unter Berufung auf örtliche Politiker. Außerdem entstand auf der im Süden des Antillenbogens gelegenen Insel großer Sachschaden. Eine offizielle Opferbilanz lag nicht vor.

          Der Wirbelsturm zog am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von 255 Kilometern pro Stunde auf Jamaika zu. "Wir sind fürchterlich verwüstet worden. Es ist jenseits aller Vorstellungskraft", sagte Grenadas Premierminister Keith Mitchell. In der Hauptstadt St. George's wurden neun von zehn Häusern zerstört oder beschädigt. Es war der schwerste Hurrikan auf Grenada seit mehr als zehn Jahren.

          Der Orkan zerstört ein Gefängnis auf Grenada

          Die meisten der 100.000 Einwohner leben vom Tourismus sowie dem Export von Bananen und Muskatnüssen. Die Plantagen wurden vom Sturm verwüstet. "Es gibt kein Wasser, keinen Strom und nur sehr wenige Handy-Verbindungen", meldete das karibische Katastrophenschutzzentrum CDERA aus Grenada.

          Ruinen hinterläßt Ivan auf der Karibikinsel Grenada
          Ruinen hinterläßt Ivan auf der Karibikinsel Grenada : Bild: AP

          Der Orkan zerstörte das Polizeihauptquartier und das Gefängnis. "Alle Gefangenen laufen frei herum", hieß es bei CDERA. Am Donnerstag kam "Ivan" nach Angaben des amerikanischen Hurrikanzentrums in Miami (Florida) auf Jamaika und Haiti zu, wo Hurrikan-Vorwarnung gegeben wurde. Anschließend könnte er sich dem amerikanischen Bundesstaat Florida nähern, den vorige Woche erst der Hurrikan "Frances" heimgesucht hatte.

          Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2004

          Topmeldungen

          Jamaika-Sondierung : Zwölf Themen, sie zu binden

          Jetzt wird es ernst: Am Nachmittag beginnen die Jamaika-Sondierungen in großer Runde, mit allen Parteien. Die zentralen Punkte für eine Einigung sind identifiziert – von den Bäumen runter sind die Unterhändler deshalb aber noch lange nicht.

          Chinas Präsident Xi Jinping : Der Große Vorsitzende

          Nur Wirtschaftsmacht war gestern. Jetzt will Chinas Präsident Xi Jinping das Land zur Weltmacht führen. In Chinas KP herrscht ein Klima der Angst.

          TV-Kritik: „Maybrit Illner“ : Wo ist die Mitte?

          Gestern Abend wurde deutlich, was FDP, Grünen und CSU bisher bei ihren Sondierungsgesprächen noch fehlt: Eine verbindende Idee. Die CDU kommt bekanntlich schon länger ohne Ideen aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.