Home
http://www.faz.net/-gup-pkua
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Suche nach Vermißten „Sie können dort nichts bewirken“

Das Auswärtige Amt rät allen Angehörigen von Flutopfern dringend von Reisen in die Region ab. Die Identifikation der Leichen ist nur noch durch DNA-Daten möglich.

© REUTERS Vergrößern Dieser Neuseeländer sucht seine Freunde in Khao Lak, Thailand

Das Auswärtige Amt hat Angehörige von Südostasien-Touristen dringend davor gewarnt, in den Katastrophengebieten auf eigene Faust nach Vermißten zu suchen. „Sie können in der Region nichts bewirken“, sagte Staatssekretär Klaus Scharioth am Samstag in Berlin. Straßensperren wegen der Bergung der Opfer und wegen der Seuchengefahr machten das Vorwärtskommen unmöglich. Die Zahl der Vermißten steige weiter, sagte er. Sie liege „deutlich über tausend“.

Seit Freitag seien zu den 34 identifizierten deutschen Todesopfern keine weiteren hinzugekommen. Das bedeute aber „keine Entwarung“, sagte Scharioth. „Wir müssen uns hier auf lange Zeiträume einstellen, bis wir genaue Zahlen haben.“ Erforderlich seien zuerst DNA-Analysen am Ort und der Abgleich mit den DNA-Daten der Vermißten. „Wir haben Experten vor Ort, die ihr Menschenmöglichstes tun, um hier mit den DNA-Analysen vorzugehen.“

Mehr zum Thema

„Raum lassen für Trauer“

Die Zahl der Reisenden, die sich zurückmelden, steige „glücklicherweise“ weiter. 6.700 deutsche Touristen seien zurückgeführt worden. Scharioth appellierte an die Medien und an Arbeitskollegen, Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Heimkehrern zu zeigen. Man müsse „Raum lassen für Trauer“.

Auf den deutschen Flughäfen landeten am Silvestertag und Neujahr weitere Maschinen mit Südasien-Touristen, unter ihnen auch Leichtverletzte. Der Lazarett-Airbus der Bundeswehr sollte noch am Samstag mit 40 schwer verletzten Touristen, davon 39 deutsche und ein Schweizer, von Phuket nach Deutschland fliegen. Ein zweites fliegendes Lazarett soll ab Montag einsatzbereit sein. Außerdem befindet sich das
Bundeswehr-Versorgungsschiff „Berlin“ auf dem Weg in die Krisenregion.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/AP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Mehr asiatische Gäste Tourismus-Rekord in Frankfurt

Die Erfolgswelle ebbt nicht ab: Acht Millionen Übernachtungen in 2014 - diese Zahl ist neuer Rekord für den Tourismus in Frankfurt. Die Stadt ist vor allem bei Menschen aus Fernost immer beliebter. Mehr Von Maximilian Röll, Frankfurt

04.03.2015, 09:30 Uhr | Rhein-Main
Bundeswehr Tornado-Piloten lernen das Fliegen von Drohnen

Erstmals lernen Soldaten in Deutschland das Fliegen unbemannter Militär-Drohnen. Die Theorie findet vor einem Simulator im schleswig-holsteinischen Kropp statt, die Praxis in Israel. Mehr

04.03.2015, 14:09 Uhr | Politik
Neue Bundeswehr-Hubschrauber Nur Fliegen ist schöner

Am Mittwoch soll der Bundestag dem Kauf von neuen Hubschraubern für die Bundeswehr zustimmen. Damit ist diesen aber noch lange keine reibungslose Zukunft garantiert. Die Mängelliste des NH90 wird immer länger. Fliegen darf er nur unter besonderen Auflagen. Mehr Von Johannes Leithäuser, Berlin

04.03.2015, 07:18 Uhr | Politik
’Todesberg’ Nanga Parbat Touristen dringend gesucht

Der Nanga Parbat in Pakistan ist eine der größten Herausforderungen für Bergsteiger - doch seit dem Taliban-Mord an zehn Alpinisten und ihrem Bergführer im Basislager des Himalaya-Gipfels 2013 machen sich die Touristen rar. Mehr

16.09.2014, 17:02 Uhr | Reise
Gerichtsurteil Vermietung über Airbnb kann zu fristloser Kündigung führen

Ein Mann vermietet seine Wohnung über das Internetportal Airbnb und fliegt dafür aus seiner Wohnung - zu Recht urteilt das Landgericht Berlin. Mehr Von Joachim Jahn

05.03.2015, 17:28 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2005, 17:52 Uhr

Schauspielerin Cate Blanchett adoptiert kleines Mädchen

Cate Blanchett ist zum vierten Mal Mutter geworden, Karl Lagerfeld lässt sich von seinem Assistenten vor zudringlichen Fans beschützen und der Sänger Guy Sebastian vertritt Australien beim ESC – der Smalltalk. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden