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Suche nach Vermißten „Sie können dort nichts bewirken“

 ·  Das Auswärtige Amt rät allen Angehörigen von Flutopfern dringend von Reisen in die Region ab. Die Identifikation der Leichen ist nur noch durch DNA-Daten möglich.

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Das Auswärtige Amt hat Angehörige von Südostasien-Touristen dringend davor gewarnt, in den Katastrophengebieten auf eigene Faust nach Vermißten zu suchen. „Sie können in der Region nichts bewirken“, sagte Staatssekretär Klaus Scharioth am Samstag in Berlin. Straßensperren wegen der Bergung der Opfer und wegen der Seuchengefahr machten das Vorwärtskommen unmöglich. Die Zahl der Vermißten steige weiter, sagte er. Sie liege „deutlich über tausend“.

Seit Freitag seien zu den 34 identifizierten deutschen Todesopfern keine weiteren hinzugekommen. Das bedeute aber „keine Entwarung“, sagte Scharioth. „Wir müssen uns hier auf lange Zeiträume einstellen, bis wir genaue Zahlen haben.“ Erforderlich seien zuerst DNA-Analysen am Ort und der Abgleich mit den DNA-Daten der Vermißten. „Wir haben Experten vor Ort, die ihr Menschenmöglichstes tun, um hier mit den DNA-Analysen vorzugehen.“

„Raum lassen für Trauer“

Die Zahl der Reisenden, die sich zurückmelden, steige „glücklicherweise“ weiter. 6.700 deutsche Touristen seien zurückgeführt worden. Scharioth appellierte an die Medien und an Arbeitskollegen, Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Heimkehrern zu zeigen. Man müsse „Raum lassen für Trauer“.

Auf den deutschen Flughäfen landeten am Silvestertag und Neujahr weitere Maschinen mit Südasien-Touristen, unter ihnen auch Leichtverletzte. Der Lazarett-Airbus der Bundeswehr sollte noch am Samstag mit 40 schwer verletzten Touristen, davon 39 deutsche und ein Schweizer, von Phuket nach Deutschland fliegen. Ein zweites fliegendes Lazarett soll ab Montag einsatzbereit sein. Außerdem befindet sich das
Bundeswehr-Versorgungsschiff „Berlin“ auf dem Weg in die Krisenregion.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/AP
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