Home
http://www.faz.net/-gup-6yvxj
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Sibirien Flugzeug-Absturz kostet mehr als 30 Menschen das Leben

 ·  In Sibirien sind bei einem Flugzeugabsturz mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. 12 Insassen der zweimotorigen Propeller-Maschine überlebten das Unglück. Über die Ursache wird noch gerätselt.

Artikel Bilder (4) Video (1) Lesermeinungen (0)

Beim Absturz einer zweimotorigen Turboprop-Maschine in Westsibirien sind am Montag 31 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt waren nach Angaben der Fluggesellschaft Utair 43 Menschen an Bord. 12 Insassen des Flugzeugs vom Typ ATR-72 hätten das Unglück nahe der Stadt Tjumen rund 2000 Kilometer östlich von Moskau schwer verletzt überlebt, teilte das Zivilschutzministerium mit. 5 Überlebende befänden sich allerdings in kritischem Zustand. Rettungskräfte brachten alle Verletzten in umliegende Krankenhäuser.

Die Maschine der Gesellschaft Utair war auf dem Weg von Tjumen in die sibirische Stadt Surgut. Kurz nach dem Start stürzte sie gegen 7.50 Uhr Ortszeit (3.50 Uhr MESZ) etwa 45 Kilometer entfernt vom Flughafen Roschtschino ab und ging in Flammen auf. Warum die Maschine abstürzte, ist bislang nicht bekannt.

Mehr als 30 Tote: Flugzeug stürzt in Sibirien kurz nach dem Start ab

„Bis jetzt gibt es keine Erklärungen“, sagte ein Mitarbeiter des Katastrophenschutzministeriums. Der Flugschreiber sei bereits gefunden worden und werde ausgewertet. Drei Minuten nach dem Start sei der Kontakt zu dem Flugzeug abgebrochen. Utair teilte auf seiner Internetseite mit, der Pilot habe noch versucht, eine Notlandung einzuleiten. Der Flugzeughersteller ATR gehört gemeinschaftlich dem europäischen Konzern Airbus und der italienischen Finmeccanica.

In Russland kam es in den vergangenen Jahren bereits zu einer Reihe tödlicher Flugzeugabstürze. Einige Kritiker machen den Einsatz altersschwacher Maschinen für die hohe Zahl der Unglücke verantwortlich. Industrieexperten weisen allerdings auf andere Probleme wie die mangelhafte Ausbildung von Besatzungsmitgliedern, schlecht gewartete Flughäfen und laxe Kontrollen hin.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen