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Im Westen Deutschlands : Schweres Unwetter trifft Eifel und Niederrhein

  • Aktualisiert am

Starkregen in Niedersachsen Bild: dpa

Überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller: Ein Unwetter hat den Westen Deutschlands schwer getroffen. Polizei und Feuerwehr melden Hunderte Notrufe.

          Heftige Unwetter haben die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei in der Eifel und vielen benachbarten Regionen in der Nacht zu Montag in Atem gehalten. In Aachen mussten die Beamten ab etwa 23.00 Uhr zu zahlreichen Einsatzorten ausrücken. Ein Polizeisprecher sprach am Morgen von vielen überschwemmten Straßen, vollgelaufenen Kellern und durch starken Wind und Hagel beschädigte Dächer. Allein während des ungefähr 70 Minuten lang andauernden Unwetters gingen bei der Polizei 320 Notrufe ein. Bis zum frühen Morgen waren die Einsatzkräfte zu insgesamt 260 Einsätzen ausgerückt. Menschen sind nach ersten Erkenntnissen der Behörden nicht zu Schaden gekommen.

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          In Stolberg bei Aachen musste der Europa-Tunnel gesperrt werden. „Da steht komplett das Wasser drin“, sagte der Sprecher. Es sammelte sich etwa 80 Zentimeter hoch. Die Polizei rechnete damit, dass der Tunnel frühesten am Morgen freigegeben werde. Schlamm machte andere Straßen unbefahrbar. Der Berliner Ring in Aachen wurde von der Jülicher Straße in Fahrtrichtung Breslauer Straße gesperrt. Nördlich von Baesweiler wurde die Bundesstraße 57 voll gesperrt. Man hoffe, dass die Straßen im Laufe des Morgens wieder gereinigt und befahrbar seien, sagte ein Polizeisprecher.

          Stromausfälle und umgekippte Bäume

          Das Unwetter war wie ein Sommergewitter aus Südfrankreich, Luxemburg und Belgien hergezogen. Hagel und Starkregen seien auch das, „was im Sommer typischerweise die Gewitter ausmacht“, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

          Seit dem späten Sonntagabend hatte es auch Feuerwehreinsätze in und nahe der Südeifel gegeben. Ein Polizeisprecher in Trier sagte, das Unwetter ziehe „einmal quer über die Eifel“. Auf der Bundesstraße 418 seien bei Wintersdorf Bäume umgestürzt. Die Straße wurde gesperrt und sollte frühestens am Morgen wieder freigegeben werden. In Zemmer sei der Strom ausgefallen, weil ein Blitz in die Hochspannungsleitung eingeschlagen habe. Insgesamt sei das Unwetter im Raum Trier aber eher ruhig verlaufen.

          In Hessen verlief das Unwetter bis auf vereinzelte Einsätze wegen umgestürzter Bäume im Raum Darmstadt ruhig. Auch in Niedersachsen gab es Gewitter und örtliche Unwetter: In den Ortschaften Haren und Aurich rückte die Feuerwehr wegen Bränden nach Blitzeinschlägen aus. In Haren verursachte ein Blitz einen Schwelbrand in einem Einfamilienhaus. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen, verletzt wurde niemand. Auch in Aurich schlug in einem Gebäude ein Blitz ein. Im Dachstuhl entwickelte sich ein kleinerer Brand, der von den Einsatzkräften gelöscht wurde. In dem Gebäude hielt sich niemand auf. Besonders der Westen Niedersachsens war von starkem Regen und Hagel betroffen, die Sturmböen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 75 Kilometern pro Stunde.

          Saarland „glimpflich“ davongekommen

          Auch am Niederrhein gab es Einsätze von Polizei und Rettungskräften. Ein paar Bäume seien auf Straßen gestürzt, sagte ein Sprecher der Polizei im Kreis Viersen. Ansonsten sei das Unwetter dort eher „glimpflich“ verlaufen. Auch im Rhein-Kreis-Neuss sei es ruhig geblieben, erklärte ein Polizeisprecher. Ein Sprecher der Polizei in Wesel sprach am Morgen von zwei umgestürzten Bäumen. In Düsseldorf war die Rede von „sechs bis sieben Sturmalarmen“.

          Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte zuvor vor schweren Gewittern in Rheinland-Pfalz, Saarland und Teilen Nordrhein-Westfalens gewarnt. Im Saarland sei man „glimpflich“ davongekommen, sagte ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen. Bis dahin sei der größte gemeldete Schaden ein umgestürzter Baum im Kreis Merzig-Wadern gewesen.

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