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Nach Unwettern im Saarland : Reisegruppe macht Sightseeing im Katastrophengebiet

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Die saarländische Gemeinde Kleinblittersdorf wurde von den Unwettern in der Nacht zum besonders schwer getroffen. Bild: dpa

In der Nacht zum Freitag wird das saarländische Kleinblittersdorf von Unwettern schwer getroffen. Während die Anwohner die Schäden beseitigen, schaut eine Seniorengruppe zum Kaffeetrinken vorbei.

          Ein Reisebus mit einer Seniorengruppe hat gezielt den vom Unwetter besonders stark verwüsteten Ort Kleinblittersdorf angesteuert. Anstatt bei den Aufräumarbeiten zu helfen, sei die Gruppe „seelenruhig“ durch den Ort geschlendert und habe sich zum Kaffeetrinken niedergelassen, teilte die Polizei am Samstag in Saarbrücken mit. Eine Anwohnerin, die den Busfahrer und die Reiseleiterin ansprach, habe erfahren, dass der Bus die Reisegruppe eigentlich in die Eifel bringen sollte, die Reiseleitung ihn jedoch spontan in das Katastrophengebiet umdisponiert habe.

          Geprüft werde noch, ob die Bus-Besatzung auch Absperrungen weggeräumt hat, die eigentlich eine Ortsdurchfahrt verhindern sollten. Die Polizei prüfe weitere rechtliche Schritte.

          In dem Ort wurden auch Plünderer beobachtet. Mehrere junge Männer hätten verschiedenes Mobiliar, das vor Häusern zum Trocknen aufgestellt war, in einen Lieferwagen geladen. Als die Anwohner darauf aufmerksam wurden, seien die Männer geflohen.

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