http://www.faz.net/-gum-8iv0o

Nach vorzeitigem Abbruch : „Rock am Ring“-Besucher bekommen Geld teilweise zurück

  • Aktualisiert am

Heimreise durch den Schlamm: Besucher des Festivals „Rock am Ring“ mussten einen Tag früher ihre Sachen packen. Bild: dpa

Wegen schwerer Unwetter wurde das Festival „Rock am Ring“ Anfang Juni vorzeitig beendet. Nun will der Veranstalter den Gästen finanziell entgegenkommen.

          Nach dem Abbruch des Musikfestivals „Rock am Ring“ wegen Unwetter sollen die Besucher 40 Prozent des Eintrittspreises zurückbekommen. Das kündigte die Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK) am Donnerstag in Frankfurt an. Man habe sich im gemeinsamen Interesse um eine faire Lösung für alle Beteiligten bemüht. „Rock am Ring“ hatte Anfang Juni in Mendig in der Osteifel nach Blitzschlägen mit 71 Verletzten auf behördliche Anweisung gegen den Willen der MLK ein vorzeitiges Ende gefunden.

          Die Konzertagentur hatte mit ihrer Schadenversicherung Ergo verhandelt. Details dazu wollte eine MLK-Sprecherin nicht nennen. Bei einer Multiplikation der Zahl von mehr als 90 000 Besuchern mit den Preisen der Tickets könnte sich bei der Teilrückerstattung von 40 Prozent insgesamt eine Millionensumme ergeben.

          Laut MLK gilt bei der Rückerstattung der auf das Ticket gedruckte Preis abzüglich Müllpfand. Die Tickets waren in mehreren Phasen zu unterschiedlichen Preisen verkauft worden. Es gab beispielsweise ein Frühbucher-Kontingent mit Dreitagetickets für 170 Euro inklusive Parken, Campen, Vorverkaufsgebühr und 10 Euro rückzahlbarem Müllpfand. Später stieg der Preis auf 185 Euro und dann 195 Euro.

          Für die Abwicklung ist laut MLK der CTS Eventim Kundenservice zuständig. Betroffene Musikfans sollten sich dort bis zum 31. Juli mit Originaltickets und Bankverbindung melden und ein Formular auf www.rock-am-ring.de ausfüllen. Die Abwicklung könne bis zu 30 Tage dauern. MLK verabschiedete sich von den Fans mit den Worten: „In der Hoffnung auf ein vom Wetter ungetrübtes Rock am Ring-Erlebnis 2017“.

          Ob Gäste des aus dem gleichen Grund abgebrochenen „Southside Festivals“ ihr Geld zurückbekommen werden, bleibt indes offen. Es werde noch intern beraten, sagte ein Sprecher des Veranstalters am Donnerstag in Hamburg. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, sich etwas zu überlegen. Man will den rund 60 000 Besuchern wegen des Ausfalls großer Teile des Programms „entgegenkommen“, wie es auf der Homepage heißt.

          Quelle: dpa

          Topmeldungen

          Krise in Katalonien : Mit harter Hand gegen die Separatisten

          Die Zentralregierung greift härter als erwartet durch, aus Protest gehen hunderttausende Katalanen auf die Straße. Regionalpräsident Puigdemont bezeichnet Madrids Vorgehen gegen die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens als „schlimmste Attacke“ gegen die Region seit der Franco-Diktatur.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.