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Peru Opferzahl steigt weiter: 330 Tote nach Erdbeben

 ·  Ein starkes Erdbeben hat Peru erschüttert. Das Epizentrum lag 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima. Offizielle Stellen sprechen von 330 Toten, rechnen aber mit noch mehr Opfern. Viele Menschen wurden obdachlos, andere kampieren freiwillig im Freien, weil Nachbeben erwartet werden.

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Beim stärksten Erdbeben seit mehreren Jahrzehnten sind in Peru mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Das Nationale Institut für Zivilverteidigung in Lima bezifferte die Zahl der Toten am Donnerstag in einer vorläufigen Bilanz auf 337. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden weit mehr als 1000 Menschen verletzt. Die Regierung bezeichnete die Lage in den Städten Ica und Pisco im Zentrum des Landes als „dramatisch“.

In der Stadt Ica herrschten chaotische Verhältnisse. Mehrere Gebäude waren eingestürzt. Die Stromversorgung brach zusammen. Zahllose Verletzte strömten in die Krankenhäuser, obwohl diese durch die Erschütterungen stark beschädigt waren. Die Ärzte in den staatlichen Krankenhäusern brachen ihren am Mittwoch begonnenen Streik ab, um den Opfern zu helfen. Ein Konvoi aus Ärzten und Schwestern sei auf dem Weg nach Ica, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister José Calderon.

In Ica stürzte nach Informationen eines Fernsehsender eine Kirche ein. 17 Menschen kamen dabei ums Leben. Im mehreren Städten der Region fiel der Strom aus. In der Hauptstadt Lima hielten sich die Folgen des Bebens nach ersten Berichten in Grenzen. Es gab allerdings Panik und Chaos.

Peru: Schwerstes Erdbeben seit 50 Jahren

Stärkstes Beben seit 50 Jahren

Das Beben hatte nach Angaben des Geologischen Instituts der Vereinigten Staaten (USGS) eine Stärke von 7,9. Das peruanische Institut für Geophysik in Lima gab die Stärke mit 7,5 an. In Peru hatte es im Jahr 1970 ein Erdbeben der Stärke 7,8 gegeben, bei dem bis zu 70.000 Menschen getötet wurden.

Das Epizentrum des Hauptbebens, das auch in Ecuador und Brasilien zu spüren war, lag den amtlichen Angaben zufolge in etwa 41 Kilometern Tiefe im Meer nahe der Küste von Zentralperu, etwa 145 Kilometer südlich der Hauptstadt Lima. Zusätzliche Sorge löste eine anfänglich gegebene Tsunamiwarnung aus, die nach einigen Stunden wieder aufgehoben wurde.

Der Sprecher des Instituts für Geophysik, Hernando Tavera, erklärte, es habe sich um die stärksten Erschütterungen der vergangenen 50 Jahre in Peru gehandelt. Man rechne mit starken Nachbeben für die nächsten vier bis sieben Tage.

Alle Polizisten im Einsatz

Staatspräsident Alan García rief die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Er habe noch in der Nacht eine Krisensitzung des Kabinetts einberufen, berichteten Medien unter Berufung auf die Regierung. Alle Polizisten des Landes seien auf den Straßen im Einsatz. Krankenhäuser seien angewiesen worden, alle Patienten ohne Einschränkungen aufzunehmen. Außerdem sei der Schulunterricht für Donnerstag abgesagt worden.

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