Home
http://www.faz.net/-gup-74v01
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Nordsee Fünf Tote nach Schiffskollision

Zwei Schiffe kollidieren vor der niederländischen Küste bei Rotterdam. Ein Frachter mit 24 Menschen an Bord sinkt. Fünf Menschen kommen ums Leben, für die sechs Vermissten gibt es wenig Hoffnung.

© AFP Vergrößern Nach dem Untergang des Auto-Frachters „Baltic Ace“ wurden fünf Seeleute tot geborgen, sechs weitere werden vermisst.

Bei einer Schiffskollision vor der niederländischen Küste sind fünf Menschen ums Leben gekommen, sechs weitere werden vermisst. Angesichts der eisigen Wassertemperaturen
und der Zeit, die seit dem Unglück vergangen sei, gebe es keine Hoffnung mehr, sie noch lebend zu finden, sagte am Donnerstag der Sprecher der niederländischen Küstenwacht, Peter Verburg.

Rettungsboote, drei zum Teil mit Nachtsichtgeräten ausgestattete Helikopter und die niederländische Marine suchten in der Nacht nach Überlebenden. „Die Überlebenschancen ohne Schutzanzüge sind klein“, sagte Verburg im niederländischen Fernsehen. Gegen 2 Uhr wurde die Suche vorerst eingestellt. Bei Tagesanbruch wurde die Suche fortgesetzt, auch wenn laut Verburg die Überlebenschancen der Vermissten „gleich Null“ sind.

Infografik / Karte / Schiffskollision auf der Nordsee © dpa Vergrößern Der Auto-Frachter „Baltic Ace“ sank 65 Kilometer vor der niederländischen Küste.

13 Menschen konnten derweil gerettet werden. Sie seien nicht in Lebensgefahr. „Sie hatten sich mit Rettungsflößen in Sicherheit gebracht“, sagte der Sprecher. Elf der Geretteten wurden verletzt und schwer unterkühlt in Krankenhäuser in Rotterdam und Belgien gebracht. Die Wetterbedingungen seien für die Rettung nicht ideal. „Es ist dunkel, es weht ein starker Wind und das Wasser ist kalt“, sagte Verburg.

Frachter sank in nur 15 Minuten

Gegen 19.15 Uhr war etwa 65 Kilometer vor der niederländischen Küste bei der südwestlichen Provinz Zeeland der unter der Flagge der Bahamas fahrende Auto-Frachter „Baltic Ace“ mit dem Containerschiff „Corvus J“ aus Zypern zusammengestoßen. Der Frachter sank in nur 15 Minuten. Warum es zu der Kollision kam, war zunächst nicht bekannt.

- © AFP Vergrößern Das Containerschiff „Corvus J“ aus Zypern wurde bei dem Zusammenstoß kaum beschädigt.

Die Schiffe waren auf einer der meistbefahrenen Schiffsrouten der Welt unterwegs. Erst in der vergangenen Woche hatte die Internationale Seefahrtsorganisation IMO neue Fahrrouten der niederländischen Regierung genehmigt, die ab August 2013 gelten sollen.

Die 23.000 Tonnen schwere „Baltic Ace“ war vom belgischen Zeebrügge auf dem Weg ins finnische Kotka. Das Containerschiff „Corvus J“ gehört zur Gesamtflotte der deutschen Reederei Jüngerhans im niedersächsischen Haren (Ems) und wurde bei der Kollision kaum beschädigt. Es kam aus dem schottischen Grangemouth und fuhr nach Antwerpen.

Quelle: FAZ.NET mit dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Himalaja Mehr als 30 Tote durch Schneesturm

Der Rundwanderweg am Annapurna im Himalaja ist um diese Jahreszeit ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Durch einen heftigen Schneesturm wurden dort mehr als 30 Menschen getötet. Mehr als hundert Wanderer sind noch immer vermisst. Mehr

16.10.2014, 07:58 Uhr | Gesellschaft
Vermisste nach Schlammlawine

Im amerikanischen Bundesstaat Colorado werden drei Menschen vermisst, nachdem sie offenbar in eine Schlammlawine gerieten. Mehr

27.05.2014, 10:22 Uhr | Gesellschaft
Nepal Dutzende Bergsteiger sterben an Annapurna und Dhaulagiri

Für zahlreiche Nepaltouristen hat die Urlaubsreise ein dramatisches Ende gefunden. Dutzende Bergsteiger sind in Lawinen gestorben. Ein Deutscher soll bisher unter den Opfern sein. Mehr Von Stephanie Geiger

16.10.2014, 14:56 Uhr | Gesellschaft
Dutzende nach Hauseinstürzen vermisst

In Indien sind beim Einsturz zweier Häuser zahlreiche Menschen ums Leben gekommen, andere werden noch unter den Trümmern vermutet. Mehr

29.06.2014, 17:14 Uhr | Aktuell
Gazastreifen Kaum Hoffnung auf Heilung

An diesem Wochenende soll in Kairo über den Wiederaufbau in Gaza beraten werden. Das wird schwierig: Die seelischen Wunden der Menschen sind schlimmer als die Kriegsschäden. Mehr Von Hans-Christian Rößler, Gaza-Stadt

11.10.2014, 10:51 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 06.12.2012, 00:27 Uhr

Roberto Blanco Ab ins Fernsehen

Roberto Blanco entert eine Seifenoper, Sängerin Taylor Swift führt die Charts diesmal mit heißer Luft an und Herzogin Kate zeigt sich erstmals seit Bekanntwerden ihrer zweiten Schwangerschaft in der Öffentlichkeit. Der Smalltalk. Mehr 3

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden