http://www.faz.net/-gum-90khe

Neues Erdbeben in China : Opferzahlen in Sichuan steigen

  • Aktualisiert am

Rettungsdienste tragen Verletzte aus den Trümmern. Die Gesamtzahl der Verletzten und Toten ist noch ungewiss. Bild: Reuters

Kurz nachdem ein Beben in der chinesischen Provinz Sichuan mindestens neun Tote und mehr als 150 Verletzte forderte, erschüttert ein zweites Beben den Nordwesten des Landes.

          Nur zehn Stunden nach den Erdstößen in Südwestchina hat am Mittwoch ein zweites Beben den Nordwesten des Landes erschüttert. Während die Zahl der Toten in der südwestchinesischen Provinz Sichuan auf neun stieg, schreckte das zweite Beben die Menschen in der Region Xinjiang auf.

          Die Stärke der neuen Erdstöße bezifferte das Erdbebenzentrum auf 6,6. Betroffen war der Kreis Jinghe in der autonomen mongolischen Präfektur Bortala, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die neuen Erdstöße waren sogar in der 400 Kilometer westlich gelegenen Hauptstadt der Region, Ürümqi, zu spüren.

          Viele Touristen unter den Opfern

          Mit dem Tageslicht begannen am Mittwochmorgen in Sichuan die Bergungs- und Aufräumarbeiten nach dem ersten Beben am Vorabend nahe des Touristenparks Jiuzhaigou. Die Zahl der Verletzten stieg auf 164. Mindestens fünf der neun Toten waren Besucher der beliebten Touristenattraktion. Hundert Touristen seien im Naturreservat von einem Erdrutsch eingeschlossen worden. Zur Nationalität der Touristen gab es keinen Angaben. Ausländische Reisende kommen aber selten in das abgelegene und dünn besiedelte Gebiet. Das erste Beben hatte die Stärke 7,0 erreicht.

          Bergungstrupps in Sichuan suchten in Trümmern nach Verschütteten oder trugen Verletzte in Sicherheit, wie auf Bildern in sozialen Medien zu sehen war. Eine Luftaufnahme, die das Parteiorgan „Volkszeitung“ veröffentlichte, zeigte allerdings, dass die Häuser in der Kreisstadt Jiuzhaigou am Mittwochmorgen „im Wesentlichen intakt“ waren. Auch fuhren Autos durch die Straßen.

          Im Mai 2008 kamen bei einem Beben in Sichuan fast 70.000 Menschen ums Leben.

          Topmeldungen

          Russische Einmischung : Trump will Gegenteil gemeint haben

          Die Kritik war laut – und sie kam nicht nur von der Opposition. Nachdem Donald Trump beim Gipfel mit Wladimir Putin eine Einmischung Russlands bei den Präsidentschaftswahlen noch ausgeschlossen hatte, will er sich nun einfach nur versprochen haben.
          Knappe Mehrheit: Premierministerin Theresa May am Montag

          Brexit : Der Sommer kommt nicht schnell genug

          Stück für Stück robbt sich die britische Regierung an den Brexit heran. Im Zuge der Ratlosigkeit wie der Brexit nun von statten gehen soll, folgt ein Kompromiss dem nächsten. Theresa May gewinnt eine Abstimmung mit nur drei Stimmen Vorsprung.

          Rundfunkbeitrag : Wie gerechtfertigt ist die Abgabe?

          Sie fordern eine Revolution: Der Autoverleiher Sixt und mehrere private Kläger sind vor das Bundesverfassungsgericht gezogen, um gegen den Rundfunkbeitrag vorzugehen.
          Geht Thyssen-Krupp bald genauso unter wie hier die Sonne hinter den zwei Hochöfen von Thyssen-Krupp?

          FAZ Plus Artikel: Machtkampf mit Investoren : Überlebt Thyssen-Krupp?

          Die Zukunft des Konzerns steht auf dem Spiel. Die beiden Kämpfer gegen die Zerschlagung sind zurückgetreten – und niemand weiß, was die Krupp-Stiftung will. Die Mitarbeiter zittern – die Aktionäre jubeln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.