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Naturkatastrophe Mindestens neun Tote bei Erdbeben in der Türkei

 ·  Im Osten der Türkei sind bei einem Erdbeben mindestens neun Menschen ums Leben gekommen, darunter sieben Kinder.

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Bei einem Erdbeben im Osten der Türkei sind mindestens neun Menschen getötet und 46 weitere verletzt worden. Unter den Toten des Bebens vom Vorabend seien auch sechs Kinder, teilte das Bauministerium am Freitag mit.

Das Epizentrum des Bebens der Stärke 5,1 auf der Richter-Skala lag im Bezirk Askale westlich der Provinzhauptstadt Erzurum. Die meisten Gebäude in der Region sind einfache Stein- oder Lehmhäuser. „Es war nach neun Uhr abends. Erst war nur ein Geräusch zu hören, aber als wir das Beben gespürt haben, sind wir nach draußen gerannt", sagte Mustafa Kayan aus dem Ort Kucukgecit, der bei dem Beben zwei seinerFamilienangehörigen verloren hat. Fast alle Gebäude in dem kleinen Ort wurden dem Erdboden gleichgemacht. „Alle Dorfbewohner waren im Freien und haben versucht, die Verletzten aus den Trümmern zu retten", sagte der Dorfbewohner. Die Rettungsarbeiten wurden am Freitagmorgen eingestellt.

Zelte für die Obdachlosen

Die Hilfsorganisation Roter Halbmond in der Türkei hat bereits 40 Zelte für die Familien aufgeschlagen, die bei dem Erdbeben ihr Obdach verloren haben. Mehrere hundert weitere Zelte sollen noch aufgebaut werden, um alle Menschen unterzubringen. Bei Erzurum und in Gemeinden und Ortschaften dreier Provinzen seien zahlreiche Häuser stark beschädigt, berichtete der Nachrichtensender CNN Türk.

Die an den Bruchlinien tektonischer Platten gelegene Türkei wird häufig von Erdbeben erschüttert. Dabei führte Pfusch am Bau oft zu unverhältnismäßig hohen Opferzahlen. Im Mai vergangenen Jahres wurden mindestens 167 Menschen bei einem Beben in der ost-türkischen Provinz Bingöl getötet, darunter zahlreiche Schulkinder. 1999 starben rund 20.000 Menschen bei einem Beben der Stärke 7,4 in der Nähe Istanbuls, der größten Stadt des Landes.

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