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Nach Hurrikan „Sandy“ New York droht ein neuer Wintersturm

 ·  Ein neuer Sturm könnte mit weiteren Überschwemmungen und Windschäden die Ostküste der Vereinigten Staaten treffen. In New York kehrt indes langsam wieder Alltag ein.

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© dpa Vergrößern New York – eine Stadt, bemüht um die Rückkehr zu Normalität.

Der Stadt New York und ihrer Umgebung droht nach den Verwüstungen des Hurrikans „Sandy“ am kommenden Mittwoch ein Wintersturm. Meteorologen rechnen mit erneuten Überschwemmungen und Windschäden in den bereits hart getroffenen Küstenregionen, obwohl der Sturm nicht die Intensität von Sandy haben wird. Die erwarteten Windgeschwindigkeiten seien aber „hoch genug“, um vom Wirbelsturm geschwächte Bäume und Stromleitungen weiter zu beschädigen und die Aufräumarbeiten zu erschweren, hieß es beim Nationalen Wetterdienst.

Nachdem sich die Lage in Manhattan am Wochenende weiter entspannt hatte, blieben in den umliegenden Regionen weiter viele Häuser ohne Stromversorgung. Die am Wochenende gefallenen Temperaturen verschärfen die Lage zudem.

Die Stadt bemüht sich unterdessen weiter um eine Rückkehr zu Normalität. Am Montag wurden die meisten öffentlichen Schulen wieder geöffnet. Allerdings sollen Schüler der 57 durch den Sturm beschädigten Schulen bis Mittwoch umverteilt werden. Das gleiche gilt für die Schüler der 16 Schulgebäude, die weiter als Notunterkünfte genutzt werden.

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© REUTERS Vergrößern Nachdem der New York Marathon abgesagt wurde, beteiligten sich viele Läufer an Hilfsaktionen, hier in Staten Island

Der Verkehr in der Region ist nach wie vor behindert. An den Brücken und Tunneln nach Manhattan gab es lange Wartezeiten. Einige Tunnel sind nach den Überschwemmungen weiterhin geschlossen, andere nur für Busse geöffnet. Im Bundesstaat New Jersey stellte eine Eisenbahnlinie an der stark getroffenen Küstenregion wegen Überfüllung aus Sicherheitsgründen den Betrieb ein „Wir konnten die Menschenmassen im Bahnhof nicht bewältigen“, sagte eine Sprecherin.

Auch die Benzinversorgung war unterbrochen. Am Sonntag warteten Autofahrer zeitweise sechs Stunden in Kilometer langen Schlangen vor Tankstellen. Vertreter der Katastrophenschutzbehörde FEMA versprachen eine Linderung der Situation ab Montag.

Nach der Absage des für Sonntag geplanten New York Marathons waren tausende Läufer in den ebenfalls stark vom Sturm getroffenen Stadtteil Staten Island gepilgert, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Der Marathon war abgesagt worden, nachdem angesichts der desolaten Lage einiger Stadtbezirke die Kritik am Einsatz von Polizei und Freiwilligen für die Großveranstaltung überhand genommen hatte. Andere Sportveranstaltungen fanden indes statt. Zahlreiche Fans pilgerten am Sonntag zum Football-Spiel der New York Giants gegen die Pittsburgh Steelers in New Jersey, obwohl ihre Häuser immer noch ohne Strom waren.

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