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Nach Hai-Attacke auf Hawaii Deutsche Touristin erliegt ihren Verletzungen

Eine junge deutsche Touristin, die vor der Küste Hawaiis von einem Hai angegriffen worden war, ist nach einer Woche Todeskampf in einem Krankenhaus auf Maui gestorben. Das Tier hatte der Zwanzigjährigen einen Arm abgerissen.

Eine Woche nach dem Angriff eines Hais vor Maui ist die deutsche Urlauberin Jana Lutteropp in einem Krankenhaus der hawaiianischen Insel gestorben. Die Zwanzigjährige war am 14. August auf die Intensivstation des Maui Memorial Medical Center gebracht worden, nachdem ein Hai ihr den rechten Arm unterhalb der Schulter abgerissen hatte. „Jana war eine sehr hübsche, starke, junge Frau, die immer gelacht hat. Wir werden sie für immer so in Erinnerung behalten“, teilten Angehörige mit.

Lutteropp war von dem Hai angegriffen worden, als sie etwa 50 Meter vom Ufer entfernt schnorchelte. „Sie sagte, dass sie sterben wird“, berichtete der Kalifornier Rick Moore, der die stark blutende Lutteropp nach ihren Hilferufen schwimmend an den Strand White Rock bei Makena gebracht hatte. Wie amerikanische Medien melden, wollte die junge Frau einen dreiwöchigen Urlaub auf Hawaii verbringen, nachdem sie das vergangene Jahr als Kindermädchen in Seattle im Bundesstaat Washington gearbeitet hatte. Über die Erlebnisse mit den amerikanischen Gasteltern und ihren drei Söhnen hatte Lutteropp in einem Blog berichtet. Für den 11. September hatte die Zwanzigjährige aus dem nordhessischen Zierenberg den Rückflug nach Deutschland gebucht.
„Das ist ein tragischer Unfall“

Seit Beginn des Jahres wurde vor Hawaii acht Hai-Angriffe gezählt. Vier Tage nach dem Angriff auf Lutteropp wurde ein Jugendlicher von einem Grauen Hai in beide Beine gebissen, als er vor Big Island, der größten Insel des Bundesstaates Hawaii, surfte. Die Behörden auf Hawaii wollen das Verhalten der Haie nun genau erforschen.

„Das ist ein tragischer Unfall“

Nicht nur in Hawaii, auch an den Küsten Floridas, Australiens und Südafrikas werden Surfer und Schwimmer immer wieder von Haien angegriffen. Doch Horrorszenen, wie sie sich im Meer vor Maui abspielten, sind nach Ansicht von Experten sehr selten. „Das ist ein tragischer Unfall. Aber nur ein Unfall“, sagt Gerhard Wegner von der Haischutzorganisation Sharkproject. „Wir befinden uns nicht im Nahrungsspektrum dieser Tiere. Sie jagen uns nicht und sie wollen uns auch nicht fressen.“

Tatsächlich ist die Gefahr eines Haifisch-Angriffs für Menschen äußerst gering. Weltweit registriert die Universität von Florida jährlich rund 80 unprovozierte Attacken der Raubfische auf Menschen, nur ein Bruchteil davon endet tödlich. Meist lassen die Fische nach einem Testbiss wieder von Schwimmern ab. Im Jahr 2012 verloren insgesamt sieben Menschen bei Hai-Angriffen ihr Leben. „Und wir haben Milliarden von Wassersportvorgängen in Hai-Gebieten“, meint Wegner. Dem Hai-Experten zufolge sterben jedes Jahr mehr Menschen durch umfallende Getränkeautomaten.

Quelle: F.A.Z.

 
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