Home
http://www.faz.net/-gup-74eqv
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Münchner Stromausfall Ursache liegt bei Stadtwerken

Einen Tag nach dem schweren Stromausfall in München ist klar: Der Fehler lag im Netz der Stadtwerke. Der Energieversorger entschuldigte sich beim Unternehmen Eon, in dessen Netz der Fehler auch vermutet worden war.

© dpa Vergrößern In dieser Umspannanlage bei Eon war Feuer ausgebrochen, nachdem ein Schaden Netz der Stadtwerke München aufgetreten war.

Die Ursache für den großen Stromausfall in München liegt bei den Stadtwerken (SWM). „Damit liegt der Schaden im Verantwortungsbereich der SWM“, teilte der Energieversorger am Freitag mit. „Eine Beeinflussung aus dem Eon-Netz ist auszuschließen.“ Das Feuer in einer Umspannanlage bei Eon sei die Folge eines Schadens im SWM-Netz. Die Stadtwerke entschuldigten sich bei dem Unternehmen: „Die SWM bedauern, dass aus der Berichterstattung über den Stromausfall der Eindruck entstanden sein könnte, dass die Schadensursache im Eon-Netz liegt.“

Der schwerste Stromausfall seit zwei Jahrzehnten hatte am Donnerstagmorgen weite Teile Münchens in Dunkelheit getaucht. 450 000 Menschen waren nach Angaben der Stadtwerke bis zu einer knappen Stunde ohne Strom. Züge blieben stehen, im Berufsverkehr kam es zu chaotischen Zuständen, weil Ampeln ausfielen. Auch das Handynetz war teilweise betroffen.

Schaden noch unklar

Was genau zu dem großen Blackout am Donnerstag führte, darüber rätselten die Fachleute auch noch einen Tag später. „Wir betreiben noch Ursachenforschung“ sagte ein Sprecher der Stadtwerke. Der Energieversorger hatte zunächst technisches Versagen in einem Leitungssystem nördlich von München vermutet. In diesem Bereich ist auch die Anschlussstelle zwischen den Netzen von SWM und Eon.

Mehr zum Thema

Welchen Schaden der Blackout verursacht hat, war am Freitag zunächst noch unklar. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) hatte schon am Donnerstag zu bedenken gegeben: „Bereits ein einstündiger deutschlandweiter Stromausfall an einem Werktag im Winter kann einen wirtschaftlichen Schaden von einer Milliarde Euro verursachen.“

Nach Ansicht des Hochspannungs-Experten Albert Claudi von der Universität Kassel müssen sich die Menschen in Deutschland trotz einer vergleichsweise sehr sicheren Stromversorgung künftig häufiger auf derartige Ausfälle einstellen. Der Grund: Das Netz sei stärker ausgelastet und darum nicht mehr so stabil wie vor 10 oder 20 Jahren.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Pöbelei gegen FDP-Frau Suding Grünen-Politiker entschuldigt sich für sexistische Entgleisung

Mit einer Entgleisung auf Twitter gegen die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding zieht ein Grünen-Politiker derbe Beleidigungen auf sich. Es folgt eine Entschuldigung nach der anderen. Mehr

16.02.2015, 14:59 Uhr | Politik
Berlin Edathy entschuldigt sich

Edathy äußerte sich am Donnerstag zu der Kinderpornografie-Affäre. Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit wies er zurück. Mehr

18.12.2014, 14:55 Uhr | Politik
Kassel Baby stirbt nach Wohnungsbrand

In Kassel ist nach einem Wohnungsbrand ein einjähriges Mädchen gestorben, ihr Bruder schwebt noch in Lebensgefahr. Warum das Feuer im Wohnzimmer ausbrach, ist bisher unklar. Mehr

16.02.2015, 13:44 Uhr | Rhein-Main
Rassismus-Debatte Cumberbatch bezeichnet Kollegen als Farbige

Der britische Filmstar Benedict Cumberbatch hat sich nach einer Äußerung über Farbige für seine Wortwahl entschuldigt und gesagt, er sei am Boden zerstört. Mehr

28.01.2015, 15:50 Uhr | Gesellschaft
Formel-1-Tests Alonsos mysteriöser Unfall

Bewusstlos in die Mauer? Bei Testfahrten der Formel 1 in Barcelona gibt der Crash des Spaniers Rätsel auf. Er passt zum Auftritt seines Rennstalls McLaren-Honda. Mehr Von Hermann Renner, Barcelona

22.02.2015, 14:29 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 16.11.2012, 16:23 Uhr

Schönheitskönigin Die neue „Miss Germany“ stammt aus der Ukraine

Olga Hoffmann will Deutschland ein hübsches Gesicht geben, Schauspielerin Jasmin Gerat isst wieder Fleisch, und Catwoman liebt beide Geschlechter – der Smalltalk. Mehr 6

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden